Zahlreiche Eltern schummeln

Durchschnittlich 40 Prozent der Eltern betrügen laut einer Lego-Studie beim Spielen. Sie  lassen ihre Kinder bewusst gewinnen. Foto: Lego

Auf die Frage, was Familien am häufigsten zusammen unternehmen, antworten 34,7 Prozent mit ‘Gesellschaftsspiele spielen’. Das ist das Ergebnis einer Studie von TNS Infratest im Auftrag der Lego GmbH. zuspieler.de veröffentlicht Details aus einer Pressemitteilung und erklärt, wieso es in Deutschland bei Spielen ein Nord-Süd-Gefälle gibt.

Insbesondere Brettspiele stehen fest auf dem Programm. Knapp 40 Prozent spielen durchschnittlich ein bis zwei Stunden pro Woche, jede fünfte Familie verbringt sogar drei bis vier Stunden mit Gesellschaftsspielen. Aktivitäten wie Computer spielen, ins Kino gehen, gemeinsame Zoobesuche oder fernsehen stehen mit 2,0 bis 16,9 Prozentpunkten weit dahinter. Am häufigsten spielen Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren mit ihren Eltern (43,8 Prozent) und Freunden (21,9 Prozent). Geschwister belegen mit 19 Prozent Platz 3. Großeltern werden nur von 6,2 Prozent der Befragten als Spielpartner genannt.

Dass gemeinsame Zeit mit der Familie per se ein wichtiges Gut ist, zeigen die Ergebnisse: Knapp 40 Prozent verbringen mehr als zehn Stunden pro Woche zusammen. Dabei legen insbesondere Berufstätige großen Wert auf die gemeinsame Zeit mit der Familie. Wichtig für Kinder ist vor allem die Intensität der Zeit mit ihren Eltern. Zusammen ein Spiel zu spielen beispielsweise ermöglicht die ungeteilte Aufmerksamkeit für den Nachwuchs und wird daher von Kindern häufig als qualitativ hochwertige Zeit wahrgenommen.

Weitere Ergebnisse der Studie:

  • Bayern und Nordrhein-Westfalen besonders verspielt: 10,4 beziehungsweise 8,1 Prozent der hier Befragten spielen mehr als sieben Stunden pro Woche miteinander.
  • Jede zweite Familie kauft pro Jahr ein bis zwei Spiele für sich. In jeder fünften sind es sogar drei bis vier Spiele.
  • 30,7 Prozent der Befragten verschenken drei bis vier Spiele pro Jahr.
  • Im Vergleich zu Frauen kaufen und verschenken Männer durchschnittlich mehr Spiele.
  • Durchschnittlich 40 Prozent der Eltern lassen ihre Kinder bewusst gewinnen. Dabei ist ein Nord-Süd-Gefälle erkennbar: Im Norden von Deutschland gaben 75,4 Prozent der befragten Eltern an, den Spielverlauf nicht bewusst zu ändern.

Übrigens: Warum es am Spielbrett zugeht wie im wirklichen Familienleben, steht in dem Artikel Spiele stabilisieren die Familie.


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