Wir bleiben Troyes

Auf der Spielwarenmesse in Essen präsentierten die Verlage über 600 Neuheiten. Unmöglich, die alle anzutesten. Zum Glück leben wir in Deutschland. Wie es sich gehört gibt es hier zahlreiche Statistiken, Tabellen und Noten, die Ordnung in das Neuheitenchaos bringen. Zum Beispiel von der Spielezeitschrift Fairplay. Deren Leser schwärmten durch die Messehallen und bewerteten zahlreiche Spiele. Die Redaktion sammelte die Noten, drehte sie durch die Excellmühle und verrät so die besten Spiele der Messe. Fast ganz oben auf dem Siegertrepchen steht dieses Jahr Troyes.

Fantastischen Vier lassen grüßen

Der Spieletitel erinnert an das gleichnamige Lied der Fantastischen Vier. Darin singen die Rapper: "Wir fangen noch mal ganz von vorne an. Und hör’ nicht auf was all die Leute reden. Aber wir sind Dir bis heute troy geblieben." Eine passende Zeile zur Geschichte des Spiels. Es ist das Erstlingswerk des belgischen Verlags Pearl Games. Und es ist davon auszugehen, dass Spieler diesem länger die Troye halten.

Auch mir gefällt es seht gut – obwohl es ein Spiel mit Würfeln ist. Ich bin mit Jens von der spiele-akadmie.de einer Meinung. Er schreibt:

“Troyes spielt sich sehr flexibel. Möglichkeiten, Siegpunkte, Einflusspunkte und Geld einzusetzen oder einzunehmen gibt es reichlich und es sind interessante Kombinationen möglich. Insofern gehört Troyes zu den anspruchsvollen und gehaltvollen Strategiespielen. Im Spiele – Jahrgang 2010 gehört es auf jeden Fall zu den besten.

Auch Guido von trictrac hat meine volle Unterstützung, wenn er schreibt:

“Mit Troyes hat Pearl Games die eigene Messlatte vom Start weg sehr hoch angelegt. Man darf auf tolle Folgespiele aus dem belgischen Verlag hoffen, zumindest eine Erweiterung mit weiteren Aktions-, Ereignis- und Personenkarten sollte drin sein.”

Wer wissen möchte, nach welchen Spielregeln Troyes funktioniert, dem empfehle ich dieses neue zuspieler.de-Video. Sozusagen die multimediale Umsetzung der Spielanleitung. Viel Spaß damit.

Hier folgt der zweite Teil:

Tipps zum Weiterlesen und -spielen:


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4 Kommentare zu “Wir bleiben Troyes

  1. Hallo Sebastian,

    es ist eine sehr gute Video-Regelerklärung worden. Ich freu mich bereits auf einen Nachschlag von Dir.

    Aber ich möchte Dich bitten, eine Spielregel zu prüfen. Beim Agieren gegen die Ereignisse (Phase 3) limitierst Du die Würfelanzahl der schwarzen Würfel auf zwei Stück pro Aktion. Ich kann diese Begrenzung in der Regel nicht entdecken und bin der Meinung, dass mindestens einer aber beliebig viele weitere schwarze Würfele eliminiert werden können.

    Liebe Grüße
    Nils

    http://aiblinger-zockerbande.de

  2. Hi Nils,

    danke für das Lob.

    Du hast Recht. In der Spielanleitung steht “Ein Spieler darf mehrere schwarze Würfel auf einmal bekämpfen: den höchsten und weitere seiner Wahl”. Von maximal zwei Würfeln steht da nix.

    Grüße
    Sebastian

  3. Hallo Sebastian,

    tolle Anleitung und auch sehr sauber gesprochen :).

    Frage an dich, deren Antwort sich mir allerdings nicht erschließt: Sagen wir der Startspieler und auch die restlichen Spieler haben jeweils eine Aktion ausgeführt. Es lägen aber noch genügend Würfel auf dem Brett und auch Denare sind beim Startspieler noch vorhanden, so dass er weitere Würfel kaufen und eine weitere Aktion ausführen könnte. Ist das dann auch erlaubt? Sprich: Können alle Spieler (der Reihe nach) – solange Denare und Würfel vorhanden sind – Aktionen ausführen? Ich besitze das Spiel seit kurzem selber, aber aus dem Regeltext geht das für mich nicht klar hervor. Die Zeile “Eine Runde endet, wenn alle Spieler gepasst haben, bzw. keine Würfel mehr vorhanden sind”, spräche ja für diese Variante. Heißt dies es wird wirklich gespielt, bis alle Spieler gepasst haben (z.B. weil sie sich keine fremden Würfel mehr leisten können) oder alle Würfel aufgebraucht sind? Was sagst du dazu? Vielen Dank im Voraus!

    Gruß, Alexander

  4. Hey Alexander,

    die Spieler führen der Reihe nach ihre Aktionen durch und zwar solange, bis entweder alle Spieler gepasst haben (das heißt, jeder Spieler Denare auf seinem Stadtteil liegen hat) oder es keine Würfel in den Stadtteilen des Stadtkerns mehr gibt. Das heißt, es wird so lange gespielt, bis alle Spieler gepasst haben oder alle Würfel aufgebraucht sind :-). Du hattest also Recht mit Deiner Vermutung.

    Grüße
    Sebastian

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