Village ist Kennerspiel des Jahres 2012

Village ist das Kennerspiel des Jahres 2012. Mit Einführung der Auszeichnung „Kennerspiel des Jahres“ hat die Jury im vergangenen Jahr auf Veränderungen am Brettspielmarkt reagiert. Denn das Angebot und auch die Nachfrage sind im Bereich der Spiele mit größeren Anforderungen und komplexerem Spielverlauf stark gewachsen.

Das „Kennerspiel des Jahres“ soll vor allem denjenigen Menschen eine Orientierungshilfe bieten, die schon längere Zeit spielen und Erfahrung beim Erlernen neuer Spiele mitbringen. „Damit sind aber nicht die absoluten Profis gemeint, sondern eher Menschen, die sich vom ‚Spiel des Jahres‘ nicht mehr ausreichend gefordert fühlen“, erklärt Bernhard Löhlein, Sprecher des Vereins Spiel des Jahres.

Dieses Jahr gewann Village den Preis: Das Spiel ist ein Spiegelbild des Lebens. Bis zu vier Generationen einer Familie machen im Dorf Karriere. Die Figuren ernten Getreide, züchten Nutztiere, produzieren Planwagen oder Pflüge. Sie verkaufen Waren, gehen in die Politik, werden Geistliche oder reisen herum. Bei all diesen Tätigkeiten gewinnen die Spieler an Einfluss, der ihnen beim strategischen Streben nach Ruhm hilft – und oft viel Zeit spart. Denn ohne die richtigen Einflusspunkte tickt die Uhr schneller. Immer wenn der Zeitstein die Brücke zum Jenseits überquert, geht eines der ältesten Familienmitglieder in die Dorfchronik ein oder wird in einem anonymen Grab beigesetzt. Die Dynastie mit den meisten Ruhmespunkten gewinnt.

Begründung der Jury

"Village bildet auf bislang einmalige Weise in einem Brettspiel das typische Leben in einem Dorf ab. Vor allem die Einbettung des Themas Tod ist so innovativ wie ungewöhnlich: Die Figuren gehören unterschiedlichen Generationen an, werden geboren und sterben. Dank des logischen Zeitmechanismus gehört der natürliche Rhythmus des Lebens wie selbstverständlich zu diesem schlüssig und übersichtlich komponierten Spiel, das zudem einlädt, allerlei Strategien auszuprobieren", schreibt die Jury in ihrer Urteilsbegründung. Was der Jury sonst noch gefiel, verrät Tom Felber, der Vorsitzende der Jury, im zuspieler.de-Interview.

Entwickelt wurde das Spiel von dem Ehepaar Inka und Markus Brand aus Gummersbach. Beide zählen zu den produktivsten Spieleautoren in Deutschland. Zwei- mal gewannen sie den Deutschen Spielepreis, Kategorie „Kinderspiel“, zudem waren sie im vergangenen Jahr mit „Monster-Falle“ für den Preis „Kinderspiel des Jahres“ nominiert. Auch ihre beiden Kinder Lukas und Emely haben schon zwei Spiele veröffentlicht. Im zuspieler.de-Video erzählen Markus und Inka Brand wie aus der Idee das fertige Spiel Village wurde.

Illustriert wurde das Spiel von Dennis Lohausen. Der Diplom-Designer bezeichnet es als einen seiner größten Erfolge, von der Arbeit als Illustrator leben zu können. Er zeichnete unter anderem die Grafik für die von der Jury Spiel des Jahres empfohlenen Spiele „Hansa Teutonica“ und „Level X“.

Verlegt wird das Kennerspiel des Jahres 2012 von Eggertspiele. Der Hamburger Verlag ist ein Spezialist für taktische und strategische Gesellschaftsspiele. Das 1996 gegründete Unternehmen setzte anfangs vor allem Ideen der eigenen Mannschaft um, entwickelt mittlerweile aber auch gemeinsam mit renommierten Autoren neue Spiele. Den Vertrieb übernimmt Pegasus Spiele. Das Friedberger Unternehmen war im vergangenen Jahr mit „Strasbourg“ auf der Nominierungsliste für das „Kennerspiel des Jahres“.


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