Und nominiert sind …

Foto: MMchen, photocase.com
Die Jury hat gesprochen. Folgende Spiele sind nominiert für das Spiel des Jahres und das Kennerspiel des Jahres.

Nominiert für die Wahl zum Spiel des Jahres 2012

Vegas

Vegas. Foto: Alea

  • Autor: Rüdiger Dorn
  • Verlag: alea/Ravensburger
  • Spieler: 2 bis 5 Personen ab acht Jahren
  • Dauer: etwa 30 Minuten
  • Preis: cirka 25 Euro

Ablauf
Zocken wie in Las Vegas: Nach dem Würfeln wählt jeder aus seinen anfangs acht Würfeln all die Würfel einer Augenzahl und setzt sie auf das Casino derselben Ziffer, also zum Beispiel die Fünfer-Würfel auf Casino Nummer fünf. Die ausliegenden Gewinne in den sechs Casinos sind sehr unterschiedlich. Daher sind Taktik, Glück und ein wenig Nervenstärke gefragt: Wer räumt zum Schluss die Casinos mit hoher Ausschüttung ab? Mitunter kann schon mit ein, zwei Würfeln ein guter Gewinn erzielt und der höchste Geldschein abgegriffen werden. Allerdings: Haben Spieler in einem Casino gleich viele Würfel platziert, gehen alle leer aus. Noch mehr Nervenkitzel kommt in der Version mit neutralen Würfeln auf. Bei der spannenden Zockerei für jedermann entscheidet häufig erst der letzte Wurf, wer die meisten Dollar erhält.

Begründung der Jury
Mit einfachen Mitteln schafft es Vegas, das Wohnzimmer in ein familientaugliches Zockerparadies zu verwandeln: Wie in einem echten Casino steigt mit jedem Einsatz die Spannung. Mit jedem Würfelwurf pendeln die Spieler zwischen Hauptgewinn und Niete – das fesselt! Entsprechend schwanken die Emotionen zwischen Hochgefühl, Ärger und Schadenfreude. Und das vor allem dann, wenn die elektrisierten Zocker das Glück mit ein wenig Taktik und Risiko auch mal erzwingen.

Eselsbrücke

Eselsbrücke. Foto: Schmidt Spiele

  • Autoren: Stefan Dorra und Ralf zur Linde
  • Verlag: Schmidt Spiele
  • Spieler: 3 bis 12 Personen ab 8 Jahren
  • Dauer: etwa 40 Minuten
  • Preis: cirka 25 Euro

Ablauf
Rotkäppchen, Sonnenbrille, Mallorca. Oder: Liebe, Kanu und Papagei. Wie lassen sich am besten die drei mehr oder minder zusammenpassenden Wörter merken? Mit Eselsbrücken! In dem gleichnamigen Spiel erzählen die Mitspieler Geschichten zu ihren drei zufällig gezogenen Bildplättchen. Erstmals wenn reihum jeder zum dritten Mal an der Reihe war und eine dritte, verrückte Geschichte vollendet hat, versuchen die Spieler, sich an die ersten Wörter zu erinnern. Jeder erhält dazu ein Bild als Gedächtnisstütze und soll eines der anderen zur Geschichte gehörigen Worte wiedergeben. So mancher, der nicht daran glaubte, sich so viele Wörter merken zu können, wird eines Besseren belehrt. Kommunikativ und unterhaltend überzeugt das Spiel die Skeptiker – von der Kraft der Eselsbrücke.

Begründung der Jury
Eselsbrücken ermöglichen es, sich bestimmte Sachverhalte zu merken. Diese altbekannte Erinnerungstechnik wird in diesem familientauglichen Spiel mit 180 liebevoll gezeichneten Begriffsplättchen auf besonders kreative Weise gelehrt. Das Erfinden fantasievoller Geschichten fördert die Kommunikation und bringt die Menschen nebenbei auch zum Schmunzeln. Hervorzuheben sind die vereinfachten Regeln der überarbeiteten und nun ausgezeichneten Neuauflage.

Kingdom Builder

Kingdom Builder. Foto: Queen Games

  • Autor: Donald X. Vaccarino
  • Verlag: Queen Games
  • Spieler: 2 bis 4 Personen ab 8 Jahren
  • Dauer: etwa 45 Minuten
  • Preis: cirka 43 Euro

Ablauf
Die Spieler besiedeln in diesem spannenden Aufbauspiel mit ihren jeweils 40 Holzhäuschen Wiesen, Canyons, Wüsten, Blumenfelder und Waldgebiete. Jeder schafft dabei sein eigenes Königreich. Herrscher am Spieltisch wird, wer am eifrigsten die drei Aufträge der Runde erfüllt, an Burgen angrenzend baut und die erworbenen Sonderaktionen gut nutzt. Während normalerweise nur das Weiterbauen am eigenen Königreich erlaubt ist, lernt etwa der Koppel-Besitzer schnell seine Besiedlungskarte zu schätzen, mit der er eine Siedlung um bis zu zwei Felder versetzen kann. Der variabel zusammensetzbare Spielplan, die immer wieder neue Kombination der Aufgabenkarten und die Zufälligkeit beim Nachziehen der Geländekarten sorgen dafür, dass jedes Königreich immer wieder anders erschaffen wird.

Begründung der Jury
Ein amerikanischer Autor hat ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten erschaffen: Dank des variablen Spielplans und der hohen Zahl verschiedener Siegbedingungen gleicht kein Königreich dem anderen. Diese unterschiedlichen Ausgangslagen und eine Glückskomponente stellen die Spieler stets vor neue strategische Herausforderungen. Der einfache Einsetzmechanismus zeigt zwar nicht sofort seine Klasse, doch schon nach wenigen Partien entfaltet er seinen ganzen Reiz.

Nominiert für die Wahl zum Kennerspiel des Jahres 2012

K2

K2. Foto: Rebel.Pl

  • Autor: Adam Kaluza
  • Verlag: rebel.pl. Vetrieb: Heidelberger Spieleverlag
  • Spieler: 1 bis 5 Personen ab 8 Jahren (Empfehlund der Jury: ab 10 Jahren)
  • Dauer: etwa 60 Minuten
  • Preis: cirka 33 Euro

Ablauf
Welch mächtiges Massiv: 8611 Meter misst der K2 im Karakorum-Gebirge. Der Weg auf den zweithöchsten Berg der Welt ist beschwerlich. Die ersten Schritte vom Basislager aus mögen noch leicht sein, doch die Luft wird zunehmend dünner. Andere Kletterer behindern den Auf- oder Abstieg, und dann schlägt auch noch das Wetter um. Wer nicht rechtzeitig in einem Zelt Schutz suchen kann, bezahlt das Abenteuer in diesem thematisch stimmig umgesetzten Strategiespiel mit seinem Leben. Ruhm und Punkte behalten aber nur Bergsteiger, die sich über die 18 Spielrunden retten. Die Kunst liegt deshalb nicht nur darin, das Ausspielen seiner Bewegungs- und Sauerstoffkarten auf die Gipfelerstürmung auszurichten, sondern: Es geht vor allem ums Überleben. Wer sammelt mit seinem Bergsteiger-Duo die meisten Punkte?

Begründung der Jury
K2 ist nicht nur ein Brettspiel, sondern es kommt bereits einer Simulation nahe. Die realistische und konsequente Umsetzung des Bergsteiger-Szenarios mit Wettereinflüssen und anderen Unwägbarkeiten sorgt dafür, dass die Dramatik eines Gipfelsturms auf mehr als 8000 Meter Höhe für die Spieler spürbar wird. Die Kletterer verzweifeln, bangen, jubeln. Ein Wechselbad der Gefühle, das vor der Kulisse eines imposanten Bergmassivs stets bis zum Ende spannend bleibt.

Targi

Targi. Foto: Kosmos

  • Autor: Andreas Steiger
  • Verlag: Kosmos
  • Spieler: 2 Personen ab 12 Jahren
  • Dauer: etwa 60 Minuten
  • Preis: cirka 16 Euro

Ablauf
Zwei Tuareg-Anführer ringen in der Wüste um Macht und senden deshalb Mitglieder ihres Volkes aus, um mit Datteln, Salz, Pfeffer und Gold zu handeln. Dabei ist taktisches Gespür gefragt: Pro Runde stellen die Spieler abwechselnd je drei Figuren auf unterschiedliche Randkarten des fünfmal fünf Karten großen Spielfelds. Nun dürfen sie sowohl die Funktionen der besetzten Felder nutzen als auch die Vorteile der Karten, die im veränderlichen Innenaufbau auf bestimmten Kreuzungspunkten liegen. Hier gibt es Waren und vor allem Stammeskarten, die Privilegien und Siegpunkte bringen, aber auch bezahlt werden müssen. Um sich seine Wunschkarten zu sichern, bedarf es eines guten Warenmanagements und der richtigen Strategie beim Einsetzen der Figuren. Wer herrscht am Ende über das mächtigere Volk?

Begründung der Jury
In der kleinen Schachtel steckt ein vergleichsweise großes und spannendes Strategiespiel mit lang anhaltendem Spielreiz. Dieser liegt vor allem im pfiffigen Schnittpunkt-Mechanismus begründet, der für beide Kontrahenten immer wieder Dilemmata bereithält. Nur selten kommt man bei allen Wunschaktionen zum Zuge. Doch welche Option sollte Priorität genießen? Während man überlegt, versetzen einen die stimmungsvollen Zeichnungen auf den Karten gut in die Tuareg-Kultur.

Village

Village. Foto: Eggertspiele

  • Autoren: Inka und Markus Brand
  • Verlag: eggertspiele. Vertrieb: Pegasus Spiele
  • Spieler: 2 bis 4 Personen ab 12 Jahren
  • Dauer: ca. 90 Minuten
  • Preis: etwa 35 Euro

Ablauf
Neue Dorfbewohner werden geboren, verrichten wertvolle Arbeit und sterben schließlich: Village ist ein Spiegelbild des Lebens. Bis zu vier Generationen einer Familie machen im Dorf Karriere. Die Figuren ernten Getreide, züchten Nutztiere, produzieren Planwagen oder Pflüge. Sie verkaufen Waren, gehen in die Politik, werden Geistliche oder reisen herum. Bei all diesen Tätigkeiten gewinnen die Spieler an Einfluss, der ihnen beim strategischen Streben nach Ruhm hilft – und oft viel Zeit spart. Denn ohne die richtigen Einflusspunkte tickt die Uhr schneller. Immer wenn der Zeitstein die Brücke zum Jenseits überquert, geht eines der ältesten Familienmitglieder in die Dorfchronik ein oder wird in einem anonymen Grab beigesetzt. Die Dynastie mit den meisten Ruhmespunkten gewinnt.

Begründung der Jury
Village bildet auf bislang einmalige Weise in einem Brettspiel das typische Leben in einem Dorf ab. Vor allem die Einbettung des Themas Tod ist so innovativ wie ungewöhnlich: Die Figuren gehören unterschiedlichen Generationen an, werden geboren und sterben. Dank des logischen Zeitmechanismus gehört der natürliche Rhythmus des Lebens wie selbstverständlich zu diesem schlüssig und übersichtlich komponierten Spiel, das zudem einlädt, allerlei Strategien auszuprobieren.

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