Spielzeug der Zukunft

Dieses Jahr lassen sich laut einer Pressemitteilung der Spielwarenmesse Nürnberg bei den Spieleneuheiten vier Trends ausmachen. Erstens: Immer mehr Spiele gehen online und schaffen Verbindungen über das Internet. Ökologie und Nachhaltigkeit sind zweitens gefragt. Es dreht sich vieles um grüne Ideen und um ökologisch sinnvolle Materialien, zum Beispiel Bambus. Drittens gibt es viel Spiel für kleines Geld. Viertens wird wieder mehr Zuhause gespielt und zwar mit High-Tech.

Weltweit machen sich die Anbieter Gedanken, welche aktuellen Technologien für Spielzeug nutzbar sind. Ganz heiße Kandidaten sind nach Angaben der Messe momentan das Internet und der Mobilfunk. Michael Menzel von der Selecta Spielzeug AG sieht das Netz vorn.

Michael Menzel über elektronische Spiele

Für den amerikanischen Spielzeug-Vordenker Richard Gottlieb ist Mobilfunk die Universal-Technologie.

Richard Gottlieb über elektronische Brettspiele

Ist die Verbindung von klassischen und elektronischen Elementen eine Chance für Brettspiele?

Denkt an Space Alert. Bei dem kooperativen Weltraumabenteuer steuert eine Computerstimme von CD das Geschehen in Echtzeit. Das schafft – vorausgesetzt man ersetzt die blechernen Original- durch die Trekalert-Tracks von Big Lebowski – eine besondere Atmosphäre. Beim ‘Kinderspiel des Jahres 2008’, Wer war’s?, kommt ebenfalls Technik zum Einsatz. So erfolgreich, dass sich Ravensburger laut Vorstandschef Karsten Schmidt über hohe Umsätze freuen kann.

Karsten Schmidt über elektronische Brettspiele

„Es gibt viele hervorragende Gesellschaftsspiele und weniger gute. Ebenso gibt es heute sehr intelligente elektronische Spiele. Die Elektronik ist aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken”, sagt der Spieleautor Reiner Knizia. Das ist richtig. Trotzdem oder gerade deswegen sollten die Hersteller diese auf dem Spieltisch nur mit Bedacht einsetzen.

Es ödet mich an, bei Monopoly Banking virtuelles Geld von Kreditkarte zu Kreditkarte zu buchen. Die elektronische Punktewertung bei Topwords ist eher nervig als eine Unterstützung. Selbst die Brettspielkonsole yvio kann mich anders als die Kinder im Focus-Video nicht begeistern.

Ich greif lieber zu Klassikern. An eine Flasche Wein kombiniert mit einer Runde Tabu und serviert mit guten Freunden kommt nichts heran.

Aktualisierung, 5. September 2010: Seit März 2010 ist der Hersteller von Yvio, Public Solution, insolvent.

Wikipedia schreibt dazu: "Mehrere Probleme führten dazu, dass im Herbst 2009 der frühere Sony-Deutschland-Chef Manfred Gerdes als Geschäftsführer von Public Solution eingesetzt wurde. Allerdings verließ er die Firma bereits nach wenigen Monaten. Yvio-Erfinder Robert Wilm kündigte Anfang 2010 die Entwicklung und Veröffentlichung weiterer Titel an, jedoch wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Dresden vom 15. März für die Public Solution GmbH die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Daraufhin begannen Händler die Restposten der Yvio-Artikel zu deutliche geringeren Preisen abzusetzen. Der Geschäftsbetrieb von Public Solution ist seither faktisch eingestellt; die offizieller Website für den Yvio-Support ist seit dem 14. Mai 2010 offline.

Als Gründe für die Insolvenz wird die nicht gelungene Markpositionierung der Yvio-Produkte und das daraus resultierende zu geringem Auftragsvolumen angesehen. Hierfür verantwortlich sollen insbesondere anfängliche Programmfehler und Funktionsstörungen sowie ein zu hoher Preis bei zu geringem Spieleumfang sein. Eine Weiterführung der Yvio-Reihe sowie der Firma Public Solution mit etwa 20 bis 30 Mitarbeitern durch eine möglichen Übernahme durch ein solventeres Unternehmen ist ungewiss."

Tipps zum Weiterspielen und -lesen:


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