"Spielen ist der Beruf der Kinder"

Spieleforscher gehen davon aus, dass sechsjährige Kinder etwa 15.000 Stunden gespielt haben. Das sind sieben bis acht Stunden pro Tag, die dem Kind vor allem eines mitgeben: Den Ausbau positiver Verhaltensmerkmale in den vier Kompetenzbereichen Emotion, Soziales, Motorik und Kognition. Spielen und Kreativität fördern Bildung und Fertigkeiten der Kinder.

Trennlinien zwischen dem Spielen und der bloßen Wissensaneignung durch Lernen werden heutzutage kaum noch gezogen. "Spielen ist der Beruf der Kinder. Ohne Spiel findet kaum kindliches Lernen statt. Im Spiel lernen sie nebenbei, also ohne es selbst zu merken, viele Dinge", erklärt Udo Schmitz, Sozialpädagoge am Felsenweg Institut der Karl-Kübel-Stiftung für Kind und Familie in Dresden. "Ob Konzentrationsvermögen, Frustrationstoleranz, Sprachvermögen oder Motorik, viele soziale Fähigkeiten werden durch das Spiel gefördert."

Zusammenhang zwischen Spiel- und Schulfähigkeit

Spiele und Spielen leisten ihren nachhaltigen und nicht zu unterschätzenden Beitrag bei der Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes. Entdeckungs- und Wahrnehmungsspiele, Gestaltungs- und Geschicklichkeitsspiele, Baukästen, Steck- und Strategiespiele sowie zahlreiche andere Variationen sind auch eine wichtige Grundlage für den Erwerb von schulischen und beruflichen Fähigkeiten. Nicht zuletzt gibt es einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Spiel- und Schulfähigkeit, so die Experten.

Sozialpädagoge Udo Schmitz nennt Beispiele für die direkte Einflussnahme von einzelnen Spielen auf die Fähigkeiten der Kinder: "Ein Beispiel ist ’Halli Galli’, das eigentlich in keiner Kindereinrichtung fehlen darf. Das Amigo-Spiel schult die Wahrnehmung, die Konzentrationsfähigkeit und die Motorik der Spieler. Oder nehmen wir den Klassiker Memory, der nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen die Merkfähigkeit in kurzer Zeit steigert."

Erfolgserlebnisse durchs Spielen

Doch nicht nur Kinder profitieren von Spielen. Auch Jugendliche können durch sie gamnz neue positive Erfahrungen machen. Der ehemalige Sozialarbeiter und Spieleautor Jeffrey D. Allers erinnert sich im O-Ton an ein besonders schönes Beispiel.
Jeffrey D. Allers, Brettspiele, Spieleautor

Und manchmal machen Brettspiele aus kleinen Kindern sogar große Stars. Der junge Hayden präsentiert zum Beispiel auf seinem youtube-Kanal regelmäßig Brett- und Kartenspiele. Über 200.000 Menschen haben seine Filme bereits angesehen. Interesse? In diesem Video stellt er sich seinen Zuschauern vor.

Tipps zum Weiterlesen und -spielen


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