Spieglein, Spieglein an der Wand …

Im vergangenen Jahr wurde auf der Leipziger Messe modell-hobby-spiel ein Preis für die beste Spielgrafik vergeben. Nominier war auch das Kinderspiel ‘Burg der 1000 Spiegel’ aus dem Kosmos-Verlag. "Michaela Schelk und Michael Menzel haben es geschafft, ein stimmiges Farbkonzept zu erarbeiten und gleichzeitig mit Vampir Viktor eine liebevoll gestaltete Hauptfigur zu erschaffen", schwärmt die Jury. Im Interview mit zuspieler.de sagt der Illustrator Menzel, wieso er bei seiner Arbeit physikalische Grundgesetze berücksichtigen musste.

Herr Menzel, was kommt zuerst: die Illustration oder die Grafik?
Zunächst braucht es eine Spielidee und die kam vom Verlag. Um mich in das Thema hineinzuversetzen, spielte ich gemeinsam mit der zuständigen Redakteurin den Prototypen. Hier legten wir bereits den Stil der Illustration fest, denn der Vampir sollte möglichst witzig und keinesfalls furchterregend dargestellt werden. Auf dem Rückweg vom Verlag entstanden dann die ersten Skizzen für die Illustrationen von Viktor dem Vampir.

Was war bei der Arbeit die größte Herausforderung?
Das Spiel funktioniert über die Spiegel. Sie sind ein tragendes Element, das auch auf der Schachtel herausgestellt werden sollte. Mehrere Entwürfe waren nötig, um die richtige Perspektive und Beleuchtung zu finden. Es galt, zehn besonders unterschiedliche Gegenstände zu illustrieren. Man muss wissen, dass Licht mit jeder Spiegelung schwächer wird und die Gegenstände daher stark unterschiedlich sein sollten. Hier musste ich testen, ob etwa ein Buch auch noch nach mehreren Spiegelungen gut von einer Truhe zu unterscheiden war.

Frau Schelk, worin bestand Ihre Aufgabe?
Nachdem ich die ersten Skizzen von Michael Menzel, erhalten hatte, gestaltete ich den Titel des Spieles. Ein sehr wichtiges Kriterium war hierbei, einen zur Geschichte und den verwendeten Grundfarben passenden Titel zu erarbeiten, der aber die tolle Illustration und die zeichnerische Umsetzung der Spielidee nicht in den Hintergrund drängt. Hierbei, wie auch bei allen Layouts und der Ausarbeitung der Spielanleitung, des Spielmaterials und der gesamten Verpackung, stand ich in sehr engem Kontakt mit dem Verlag. Die dortige Redakteurin fungierte als Schnittstelle zwischen Illustrator, Grafiker und den Autoren. Durch die hervorragende Illustratorenarbeit war es ein Leichtes, den grafischen Stil der weiteren Bestandteile des Spieles festzulegen und auf das Thema bezogen auszuarbeiten.

Die Burg der 1000 Spiegel. Foto: Kosmos


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