Sebastian Wenzel gewinnt ALEX-Medienpreis 2012


Die Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) vergibt ihren ALEX-Medienpreis 2012 an den zuspieler.de-Chefredakteur Sebastian Wenzel für seinen Artikel Auferstanden aus Kopien, erschienen bei "Spiegel online".

In einer Pressemitteilung schreibt die SAZ: “Wenzel, der sich als Journalist und Blogger unter anderem auf Gesellschaftsspiele unter allen erdenklichen Aspekten spezialisiert hat, weist durch seinen Artikel auf ein bisher kaum beachtetes Phänomen hin, den Nachbau von erfolgreichen Spielen aus dem Westen durch Spiele-Liebhaber in der DDR.

Er stellt die zwei Studenten Richard Geis und Martin Thiele vor, die es sich zur verdienstvollen Aufgabe gemacht haben, die Nachbauten zu sammeln, um sie vor dem Vergessen zu bewahren und sie in ihrem Blog sowie Ausstellungen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Inzwischen wurden auch aufgrund dieses Artikels weitere Medien auf die Aktivitäten der Sammler aufmerksam, es folgten weitere Zeitungs- und Fernsehberichte. So hat der Autor auch mit dafür gesorgt, dass das Thema "Spiele-Nachbau in der DDR" als Teil deutsch-deutscher Geschichte bekannt wird und über 20 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht noch mehr Nachbauten in der Mülltonne verschwinden. Wie sagt Sammler Geis richtig: "Viele haben kein Bewusstsein dafür, dass sie etwas Besonderes besitzen."

Wenzel beschreibt, wie Menschen aus allen möglichen Materialien und viel Fantasie ihr eigenes "Sagaland" oder "Monopoly" erstellen, oft mit direktem Bezug zu ihrem persönlichen Lebensumfeld und -ereignissen. Er verweist darauf, wie Spiele sich im besten Sinne grenzüberschreitend durchsetzen trotz Verbot und drohender Konsequenzen. Und so wird in diesem gut recherchierten – und viel diskutierten – Artikel auch ganz allgemein deutlich, welche Kraft in Spielen steckt und welche Kräfte sie in Menschen wachrufen können.

Nach Meinung der Jury des ALEX-Medienpreises hat sich Sebastian Wenzel mit diesem historischen Phänomen und dessen aktueller Aufarbeitung widmenden Artikel im besten Sinne um das Kulturgut Spiel verdient gemacht. Er erhält deshalb den mit 1000 Euro dotierten ALEX-Medienpreis 2012 zuerkannt, der am Abend des 4. Februar während der Spielwarenmesse in Nürnberg im Rahmen der traditionellen SAZ-Party übergeben wird.”

Nominiert waren außerdem:

Bretter, die die Welt begeistern

  • Autor: Stefan Locke
  • Erschienen: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 02.10.11
  • Der Autor gibt einen Einblick in die Entstehung von Gesellschaftsspielen. Er beleuchtet dabei verschiedene Perspektiven von Autoren und Verlag.

Game Over

  • Autoren: Thomas Nolde/Marc Tomona
  • Erschienen: youtube am 16.08.2011
  • Die Bachelorarbeit der Augsburger Hochschule für Mediengestaltung versucht auf witzige Weise darzustellen, wie Pöppel, Spielsteine und Tipp-Kick-Figuren mittlerweile von den elektronischen Spielmedien verdrängt werden.

Der Raufbold, Steffi und ein Arsch

  • Autoren: Fred Bogner und Anna Schöll
  • Erschienen: Zeitschrift PLAY, Nr. 02/2011
  • Der Artikel stellt sechs verschiedene Spielkameraden vor und nimmt Bezug auf gemeinsames Tun. Dabei werden Brettspiele in eine Reihe gestellt mit Fußball, Tennis oder anderen Beschäftigungen.

Vinum et circensis

  • Autor: Axel Biesler
  • Erschienen: Blog und Zeitschrift Vinum, Nr. 7/2011
  • Der Autor nimmt als Weinkenner einige der gerade neu erschienen Weinspiele unter die Lupe. Mit einem Augenzwinkern untersucht er, ob sein Fachwissen vorteilhaft beim Spielen einbringen kann.

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