Schmidt: Umsatz sinkt um vier Millionen

Fotos: ErickN, fotolia.de, Schmidt Spiele. Montage: Sebasian Wenzel
Schmidt Spiele hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa 46 Millionen Euro gemacht. Das sind vier Millionen Euro weniger als 2011. Eine Ursache für den Rückgang ist der sinkende Absatz von Qwirkle, dem Spiel des Jahres 2011. Auch die Schlecker-Insolvenz belastete das Ergebnis. Das teilte das Unternehmen mit.

Mit rund 400.000 verkauften Exemplaren hob Qwirkle den Umsatz des Berliner Verlages 2011 auf rund 50 Millionen Euro an. „Zwar hat sich der Qwirkle- Hype 2012 erwartungsgemäß abgeschwächt und der Umsatz auf eine realistische Größe von etwas über 46 Millionen Euro eingependelt, dennoch ist das Legespiel mit mehr als 200.000 abgesetzten Exemplaren immer noch einer der großen Verkaufsschlager im Programm“, sagte Geschäftsführer Axel Kaldenhoven. So ganz zufrieden ist Kaldenhoven mit dem Verlauf des Geschäftsjahres trotzdem nicht. „Die unerwartete Insolvenz der Drogeriekette Schlecker hat zu einem Umsatzausfall von deutlich über einer Millionen Euro geführt“, teilt das Unternehmen mit. Im klassischen Fachhandel konnte der Verlagen seine Umsätze stabilisieren, beziehungsweise ausbauen. Ursache dafür ist nach Meinung der Verantwortlichen die Drei-Markenpolitik des Verlags sowie die daraus resultierende gewachsene Akzeptanz des Programms bei den Vertriebspartnern. Sollte es 2013 zu keinen weiteren Verwerfungen am Markt kommen, rechnet Schmidt mit einer stabilen Umsatzentwicklung.

Mit seinen drei Marken, "Schmidt", "Drei Magier" und "Hans im Glück", will das Unternehmen unterschiedliche Ziel- und Preisgruppen bedienen und sich unabhängiger von kurzlebigen Trends machen. Bei "Schmidt" erscheinen neben "Qwirkle" auch Klassiker wie "Mensch ärgere Dich nicht", "Ligretto" oder "Kniffel". quot;Drei Magier" veröffentlicht allem Kinderspiele, "Hans im Glück" anspruchsvolle Familienspiele.

Spiele, die bei den drei Marken erschienen, gewannen im vergangenen Jahr verschiedene Auszeichnungen. Das Kartenspiel Mogel Motte erschien bei "Drei Magier“ und wurde im Oktober 2012 mit dem ‘Deutschen Kinderspiele Preis’ ausgezeichnet. Das Hexenhochhaus (ebenfalls "Drei Magier") setze die Jury ‘Kinderspiel des Jahres’ auf die Empfehlungsliste. Das Familienspiel Grimoria, erschienen bei Schmidt, erhielt die ‘Goldene Feder’ für seine besonders gute Spielregel und den Deutschen Spielgrafikpreis ‘Graf Ludo’ für die "Beste Familienspielgrafik". Weiterhin wurde Eselsbrücke, ebenfalls Schmidt, zum ‘Spiel des Jahres’ nominiert. Die österreichische Spiele Akademie wählte 2012 das Familienspiel Santa Cruz (Hans im Glück) zum ‘Spiel der Spiele’ des letztjährigen Spielejahrgangs.

Hintergrund: Im Umsatz von 46 Millionen Euro sind nicht nur klassische Gesellschaftsspielen enthalten, sondern auch das Ergebnis der Schwestergesellschaft Kiddinx. Kiddinx ist verantwortlich für den Vertrieb und die Vermarktung von Hörspielen, Musik, Zeichentrickfilmen und Software für Kinder. Die bekanntesten Marken sind Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg.

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