Schach dem Kandidat Steinbrück

Fotos: Perrush, fotolia.com, SPD. Montage: Sebastian Wenzel
Peer Steinbrück gegen Wladimir Kramnik. 2005 bedeutete das: der Minsterpräsident von NRW gegen den Schachweltmeister. Wie schlug sich der aktuelle SPD-Kanzlerkandidat damals gegen den Topgegner? Für zuspieler.de hat ein Schachspieler aus der zweiten Bundesliga das Spiel analysiert.

Welches Fazit kann man von der Partie ziehen? Nach einer guten Eröffnungsbehandlung unterläuft Peer Steinbrück im 8. Zug eine leichte Ungenauigkeit, die Weltmeister Kramnik leicht in Vorteil bringt. Trotzdem hält der damalige NRW-Ministerpräsident die Partie lange offen. Erst nach einem unglücklichen Läufermanöver kommt Schwarz mit starken Zügen deutlich in Vorteil. Steinbrück pariert zunächst die unmittelbaren Drohungen. Erst nach dem Zug 28. Sg4, der den Springer in Richtung schwarzer König in Stellung bringt, aber einen Bauern verliert, erhält Schwarz eine Gewinnstellung. Die weiße Schlussattacke wehrt Kramnik mit weltmeisterlicher Technik souverän ab.

Keine groben Fehler, die Partie lange offen gehalten: Insgesamt eine sehr ordentliche Vorstellung des SPD-Kanzlerkandidaten gegen den russischen Supergroßmeister. Wladimir Kramnik kommentierte nach der Partie laut Spiegel Online: “I really had to fight”. Mit Steinbrück säße im Kanzleramt also – hanseatisch umschrieben – kein schlechter Schachspieler. Wäre er sogar der stärkste schachspielende Kanzler jemals? Diese Frage können wahrscheinlich nur er selbst und Helmut Schmidt beantworten. Vielleicht stellen beide ja zuspieler.de einmal eine ihrer Partien zur Kommentierung zur Verfügung.

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