Alltag des Schöpfers

Monday, November 15, 2010
Spiele sind in unserer Welt wie Seifenblasen. Außerhalb der Blasen tobt das echte Leben, innerhalb bauen die Spieler Schlösser, kämpfen gegen Monster oder reisen in die Vergangenheit. Doch wie entstehen diese Parallelwelten? Grafik/Foto: Marie Cardouat/Libellud

Das Spiel existiert in unserer Welt wie eine Seifenblase – außen herum unsere Realität mit „Bei Rot stehen – bei Grün gehen“, mit „Wasser kocht bei 100 Grad Celsius“ und mit einem Kalenderblatt für jeden Tag des Jahres von damals bis in alle Zukunft. Im Innern der Seifenblase ist alles anders, oder kann es zumindest sein. Dort existieren abstruse Normen, verrückte Handlungs- sowie Reaktionsmöglichkeiten oder dubiose Gesetze.

In der Seifenblase, nennen wir sie Parallelwelt, schlüpfen Besucher in verschiedene Rollen, errichten Wirtschaftimperien, treffen Fabelwesen oder Mörder, reisen in die Vergangenheit, bauen Eisenbahnlinien oder belegen Pizzen. Sie führen transgalaktische Kriege, suchen Schätze, sortieren Müll, buddeln mit Maulwürfen um die Wette, kaufen ökologisch ein oder fliegen in wackeligen Doppeldeckern Loopings. Kurz: Es ist alles wie in unserer Realität, nur eben anders.

Es ist offensichtlich, dass diese Parallelwelten Menschen faszinieren. Wie aber entstehen solche Universen mit Geboten wie „Du sollst deinen Nächsten schlagen, wenn du auf das selbe Feld kommst“, „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hotelkomplex“ oder „Solltest du eines dieser Gebote nicht beachten, bist du ein Spielverderber“?

Bei der Beantwortung der Frage gilt es zu beachten, dass keine Schöpfung der anderen gleicht. Sollten wir im folgenden Aspekte auslassen, die dem einen oder anderen wichtig sind, bitten wir, uns unter Darbringung von Opfergaben und dem Abbrennen von Weihrauch darauf anzusprechen.

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Gastkommentar: “Ein Teil des Lebens”

Monday, October 4, 2010
Max J. Kobbert sagt: "Wenn Jugendliche oder Erwachsene spielen, lernen sie etwas dabei." Foto: Daedalus Verlag

Max J. Kobbert war bis zu seiner Emeritierung Professor für Kunst- und Wahrnehmungspsychologie an der Kunstakademie Münster und veröffentlichte das Buch Kulturgut Spiel. Kobbert weiß, wovon er schreibt. Er ist selbst Spieleautor. Sein Werk “Das verrückte Labyrinth” ist weltweit ein Klassiker. Auf zuspieler.de fragt er sich, welche Bedeutung hat das Spiel für die menschliche Kultur.

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Videokonferenz am Spieltisch

Sunday, September 19, 2010

In den 60er- und 70er-Jahren gab es eine Fernsehsendung mit dem Titel “Spiel ohne Grenzen”. Mehrere Teams aus unterschiedlichen europäischen Ländern traten gegeneinander an, um sich in verschiedenen Spielen sportlich zu messen. Heute verbinden die meisten Menschen mit dem Begriff “Spiel ohne Grenzen” etwas anderes: Das Internet verbindet Spieler aus Amerika, Afrika und Asien. Sie pokern um echtes Geld, tauschen bei der Online-Variante von “Die Siedler von Catan” Erz gegen Lehm oder entspannen bei einer Runde Kniffel. Die Spiele haben allerdings meistens einen Nachteil: Die Teilnehmer sind ein bisschen wie die drei Affen. Sie können sich meistens nicht sehen, nicht hören und auch nichts sagen – zumindest nicht direkt, sondern meistens nur über die Tastatur. Das von der EU geförderten Projekt “Together Anywhere, Together Anytime” (TA2) soll das ändern.

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Der Spielbetrieb

Wednesday, September 1, 2010
Foto: Dorfgasthof Tschitscher

Einige Gäste haben uns den Vogel gezeigt und sind umgedreht”, sagt Dieter Mayr-Hassler. Der Grund für die Aufregung: Im Hotel von Mayr-Hassler gibt es keine Fernseher, dafür jede Menge Brett- und Kartenspiele.

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Agricola: Ein farmtastisches Strategiespiel

Thursday, July 15, 2010

"Der Bauern Arbeit ist am fröhlichsten und voller Hoffnung", behauptete Martin Luther. Naja. Von Frohsinn kann bei Agricola keine Rede sein. Die Spieler erweitern in 14 Runden ihren…

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Online-Spiele:

Jenga, Kniffel, Mastermind, Schach, Vier gewinnt und Tangram. Mehr Spiele findest Du auf der Übersichts-Seite.
 
 

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