Packeis am Pol: Lizenzstreit beigelegt

Foto: Heidelberger. Montage: Sebastian Wenzel
Der amerikanischen Verlag Fantasy Flight Games und der russischen Verlag Zvezda haben ihren Lizenzstreit um das Spiel „Hey, That´s My Fish!“ beigelegt. Das Spiel ist in Deutschland auch bekannt unter dem Namen “Packeis am Pol”.

Die Verlage sowie die Autoren des Spiels, Alvydas Jakeliunas und Günter Cornett, einigten sich nach monatelangen Verhandlungen auf folgende Punkte:

  • Der Verlag Zvezda nimmt die unter dem Autorennamen „Sergej Dyachuk“ veröffentlichte Hai-Variante des Original-Spiels von Jakeliunas und Cornett vom Markt.
  • Die russische Produktion des Original-Spiels von Jakeliunas und Cornett steht unter der Kontrolle von Fantasy Flight Games.
  • Zvezda wird offizieller russischer Lizenznehmer. Der Verlagt erhält einen Vertrag von Fantasy Flight Games für das Original-Spiel von Jakeliunas und Cornett. Es soll unter dem Titel „Hey, That´s My Fish!“ wiederveröffentlicht werden.
  • Damit endet ein jahrelanger Streit. Zum Hintergrund: Bis 2010 hielt der niederländische Verlag Phalanx die weltweiten Rechte an dem Spiel „Packeis am Pol“ von Jakeliunas und Cornett. Mit Auslaufen des Lizenzvertrags endeten auch alle Verträge, die Phalanx mit Partnern wie Zvezda unterschrieben hatte. Zvezda war bis 2010 Lizenznehmer des Orginal-Spiels und veröffentlichte es in Russland unter dem Titel „Hey, That´s My Fish!“. Neuer weltweiter Lizenznehmer für „Packeis am Pol“ wurde ab 2011 Fantasy Flight Games.

    Andrea Ahlers und Uwe Mölter als Moderatoren

    Der Lizenzstreit begann Anfang 2011. Damals veröffentlichte Zvezda ein Spiel in Russland, das durch die grafischen Gestaltung und dem verwendeten Material dem Original-Spiel sehr ähnlich war. Es enthielt das selbe Regelwerk wie das Original, ergänzt um einen Hai als zusätzliche Spielfigur. Zvezda veröffentlichte die Variante unter demselben Titel und mit derselben Artikelnummer wie das Orginal-Spiel, jedoch mit der Autorenbezeichnung „Sergej Dyachuk“.

    Mit diesem Umstand wollten sich der Verlag Fantasy Flight sowie Jakeliunas und Cornett nicht abfinden. Allen Beteiligten erschien ein juristisches Vorgehen zu unsicher und zu kostspielig. Deshalb suchten sie eine außergerichtliche Lösung. Cornett veröffentlichte die Hintergründe des Streits in Deutschland und Russland. Zusätzlich suchte er sich unabhängige Personen. Diese sollten die Gespräche zwischen den beiden Verlagen moderieren. Er fand sie in Andrea Ahlers von Kosmos und dem Amigo-Redakteur Uwe Mölter.

    Mehr über die Hintergründe des Streits erfahren Interessierte in der Fachzeitschrift spielbox, Ausgabe 6/2011.

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