Memory: (K)ein Kinderspiel
Das Erfolgsgeheimnis von Memory liegt in seiner schlichten, aber reizvollen Idee: Wer aus einer beliebigen Zahl von verdeckt liegenden Bild-Paaren je zwei Kärtchen umdreht, und die meisten Paare findet, ist Sieger. Doch wieso gewinnen immer die Kinder? Die Professorin Susanne Wilpers verrät in dem Video von Ravensburger die Antwort.
Wer trotzdem gegen Kinder eine Chance haben will, sollte folgende Strategien berücksichtigen:
- Das menschliche Gehirn ist lernfähig. Wird es regelmäßig trainiert, bilden die Nervenzellen in den beanspruchten Bereichen nach und nach mehr Verknüpfungen mit einem für Memory höchst erwünschten Ergebnis: Das Erinnern fällt leichter.
- Wer kennt das nicht: Man deckt als zweite Karte ein Motiv auf, von dem man ganz genau weiß wo das zugehörige Kärtchen liegt. Der Gegner weiß das leider auch und schnappt einem das Pärchen vor der Nase weg. Deshalb: immer erst eine unbekannte Karte aufdecken. Weiß man nun, wo das Gegenstück zu finden ist, kann man sich über zwei Punkte mehr auf dem Stapel freuen. Hat man keine Ahnung, besser ein bekanntes Kärtchen aufdecken: Die Chance, per Zufall die richtige zu erwischen ist sehr niedrig und das Risiko dem Mitspieler ein Kärtchen vorzulegen groß.
- Ein zweiter Fehler: Dieselbe Karte mehrmals aufdecken und so wichtige Züge verschenken. Ein guter Trick ist, sich eine bestimmte Reihenfolge zu überlegen, in der man aufdeckt. Beispielsweise Reihe für Reihe oder von innen nach außen. So gewinnt man einen besseren Überblick, welche Karten bereits umgedreht wurden. Um sich die bereits aufgedeckten Kärtchen zu merken, kann man die Bilder zu einer Geschichte verknüpfen. Die muss nicht sinnvoll, aber leicht zu merken sein. Die optimale Eselsbrücke, die für jeden funktioniert, gibt es nicht, da jedes Gehirn anders arbeitet und sich anders erinnert.
- In der Ruhe liegt die Kraft. Medizinisch ist laut Pressemitteilung von Ravensburger erwiesen: Sich unter Stress versuchen zu erinnern, bringt keinen großen Erfolg, weil die durch Aufregung ausgeschütteten Hormone die Hirnzellen lähmen. Sauerstoff hingegen regt sie an. Also: Tief durchatmen – und volle Konzentration, dann klappt die Pärchensuche.
Tipps zum Weiterspielen und -lesen:
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