Lieblingsspiele im Oktober

Fotos: momanuma/Slidelab/fotolia.com. Montage: Sebastian Wenzel

Regelmäßige Leser haben es längst gemerkt. Sie fragen sich erstaunt: Hat Sebastian im September nicht gespielt? Wo ist der Artikel "Liebelingsspiele im September"? Hier kommen die Antwort des zuspieler.de-Chefredakteurs und die Lieblingsspiele im Oktober.

Die Zahl ist erschreckend: 16. So viele wenige Spiele habe ich im September gespielt. Darunter aber wenigsten zwei größere Brocken: "Sid Meier’s Civilization – Das Brettspiel" von Kevin Wilson sowie "Age of Empires III: Das Zeitalter der Entdeckungen" von Glenn Drover. Ursache für diese geringe Anzahl an Spielerunden war mein Umzug von Berlin nach Wiesbaden. Deswegen gab es für den September auch keine Lieblingsspiele. Jetzt bin ich aber wieder im Schnitt und präsentiere meine Lieblingsspiele des Oktobers.

Mogel Motte

Mogel Motte. Foto: Drei Magier Spiele
Von wegen nur Spielverderber schummeln. Beim Kartenspiel "Mogel Motte" von Emely und Lukas Brand ist das ausdrücklich erlaubt. Ziel ist es, als erster seine acht Handkarten loszuwerden – egal wie. Deswegen kann man eine Karte schon mal unter den Tisch fallen und sie danach im Jackenärmel verschwinden lassen. Zulässig ist beim Wegmogeln fast alles, was Spaß macht. Hauptsache, die Karte verschwindet unauffällig. Doch aufgepasst: Die Wächter-Wanze hat ihre Augen überall. Entdeckt sie einen Betrüger, muss dieser zusätzliche Strafkarten ziehen und wird die neue Wächter-Wanze. Das Spiel ist erschienen bei Drei Magier Spiele.

SuperRhino

Super Rhino. Foto: HabaHobbyarchitekten kennen das Problem aus ihrer Kneipe: Irgendwann klappt jedes Bierdeckel-Hochhaus in sich zusammen. Genau das passiert auch früher oder später bei dem Kinderspiel Super Rhino von Steven Strumpf & Scott Frisco, das bei Haba erschienen ist. Ein Rhinozeros, das sich ganz nüchtern für einen Superhelden hält, erklimmt einen Wolkenkratzer aus Spielkarten. Das Gewicht des Nashorns bringt das Bauwerk ins Schwanken. Davon sollten die Spieler sich jedoch nicht beeindrucken lassen. Sie müssen den Turm vorsichtig um neue Stockwerke erweitern. Je höher der Bau, desto wackliger wird die Angelegenheit – bis das Gebäude irgendwann kollabiert, SuperRhino abstürzt und der tierische Höhenrausch sowie das Spiel beendet sind. Bis es soweit ist, stellt der aktive Spieler erstens geknickte Kartenwände auf die oberste Etage und legt darauf zweitens eine flache Deckenkarte. Wer seine fünf Deckenkarten als erster verbaut, gewinnt.

Ab in die Tonne

Dass Umweltschutz wichtig ist, wissen schon die Kleinen. Mit “Ab in die Tonne” von Corné van Moorsel bringen Erwachsene deren Weltbild ins Schwanken. Zwar müssen bei dem Spiel – welche Überraschung – Gegenstände in die Tonne geworfen werden, Mülltrennung ist dabei allerdings ein Fremdwort. Und so landet der Pizzarest (Biomüll) direkt neben der Spülmittelflasche (Gelber Sack) und der Lavalampe (Sondermüll). Die Spieler versuchen den Müll so geschickt wie möglich zu stapeln. Ragen Teile aus der Tonne heraus, gibt’s Minuspunkte. Bei ab in die Tonne fliegt alles quer durcheinander- und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auf den vertikal geneigten Mülltonnen-Tableaus rutschen die Gegenstände gen Boden. Fits lässt grüßen. Dabei verhaken sich die Teile prinzipiell genau dort, wo es am meisten weh tut. Das Spiel, das bei Cwali erschienen ist, ist ein schöner Lückenfüller und der perfekte Rein-, pardon ich meine natürlich Rausschmeißer.

Aktualisierung am 16. Januar 2011: Dies ist der letzte Beitrag dieser Serie. Sie wurde eingestellt.

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