Lieblingsspiele im Mai

Fotos: momanuma/Slidelab/fotolia.com. Montage: Sebastian Wenzel

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus. Da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus. Damit es im trauten Heim nicht zu langweilig wird, empfiehlt es sich das eine oder andere Gesellschaftsspiel auszupacken. Doch welche Werke machen Spaß? Sebastian Wenzel empfiehlt ab sofort jeden Monat drei Spiele, die ihm besonders gut gefallen.

Karla Kuchenfee
  • Darum geht’s: Der Name verrät das Thema des Spiels. Kuh Karla will einen Kuchen backen. Dazu benötigt sie verschiedene Zutaten, die die Spieler finden müssen. Der Startspieler klopft mit einem Kochlöffel auf den Tisch und gibt so seinen Mitspielern Hinweise auf die nächsten Ingredenzien. Dabei korrespondiert die Zahl der Wortsilben mit der Zahl der Klopfsignale. Bei einem Ei haut der Startspieler den Kochlöffel also einmal auf den Tisch, bei einer Möhre zweimal, bei einer Haselnuss dreimal und bei einer Schokolade viermal. Jetzt gilt es, schnell zu sein. Wer als erster die Karte mit den gesuchten Zutaten auf dem Tisch zu findet, gewinnt diese und wird neuer Startspieler. Wer fünf Karten vor sich liegen hat, ist der Sieger.
  • Darum macht’s Spaß: Karla Kuchenfee ist ein Spiel für Kinder, eignet sich jedoch auch als Absackerspiel für Erwachsene. Sobald alle Zutaten geklopft wurden, blicken alle panisch auf die ausliegenden Karten. Jeder möchte zuerst die richtigen finden und diese seinen Mitspielern vor der Nase wegschnappen. Einziger Wehrmutsropfen: die Möhre. Schließlich heißt sie in anderen Regionen auch Gelbrübe oder Karotte – alles Wörter mit mehr als zwei Silben.
Skull & Roses
  • Darum geht’s: Bei diesem Bluffspiel hält jeder Spieler vier Karten auf der Hand. Drei mit Rosen, eine mit einem Totenkopf. In der ersten Runde legt jeder Spieler verdeckt eine Rosen- oder Totenkopf-Karte vor sich. Der Startspieler kann nun entweder eine weitere Karte ablegen oder seine Konkurrenten herausfordern. Dazu sagt er eine Zahl an Karten, die er aufdecken will. Die Mitspieler können erhöhen oder passen. Der Höchstbietende deckt die genannte Anzahl an Karten auf, wobei er mit seinen eigenen Karten anfängt. Sobald er einen Totenkopf aufdeckt, verliert er die Herausforderung. Wenn er nur Rosen aufdeckt, gewinnt er einen Siegpunkt. Wer zwei Siegpunkte hat, ist Sieger.
  • Darum macht’s Spaß: Wer zeigt Nerven? Wer blufft am besten? Skull & Roses ist schnell erklärt und schnell gespielt. Und genauso schnell waren wir in unserer Spielerunde von dem Spielmechanismus fasziniert. Seitdem sitzen wir alle mit unserem Pokergesicht am Tisch und treiben die Gebote und damit den Puls unserer Mitspieler in die Höhe. Übrigens: Wer sich selbst von der Qualität des Spiels überzeugen will, kann im Internet einfach die Regeln herunterladen und sich eine eigene Version basteln – dazu benötigt man pro Spieler lediglich vier Karten.
Geistertreppe
  • Darum geht’s: Leise schleichen die Spieler eine Treppe hinauf, um einen Geist zu erschrecken. Aber, huuiii, plötzlich werden sie selbst zu Geistern, indem sie eine weiße Geisterfigur über die eigene farbige Spielfigur stülpen. Magnetkraft verbindet sie und jeder fragt sich: Wer ist wer? Jetzt braucht man Köpfchen und Würfelglück, um als Erster die letzte Treppenstufe der Ruine zu erreichen.
  • Darum macht’s Spaß: Das Kinderspiel des Jahres 2004 hat es in sich. Nach den ersten Runden sind sämtliche farbigen Pöppel unter weißen Geistern versteckt. Jetzt heißt es gut aufpassen, damit man auch ja mit seiner Figur vorwärts rückt und nicht aus Versehen die Gegner ins Ziel lenkt. Besonders anspruchsvoll wird es wenn auch Farben, die eigentlich den einzelen Spielern fest zugeordnet sind, getauscht werden dürfen. In unserer Runde – die nur aus erfahrenen Profispielern besteht – hat es keiner geschafft, den Durchblick zu behalten und dementsprechend groß ist die Überraschung am Spielende.
  • Viel Spaß hatte ich diesen Monat außerdem mit …. Taj Mahal, Qwirkle (mein Favorit für das Spiel des Jahres 2011), Hamburgum und Fangfrisch.

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