Lieblingsspiele im Juni

Fotos: momanuma/Slidelab/fotolia.com. Montage: Sebastian Wenzel

Der Fachjournalist Udo Bartsch hat neulich geschrieben, Einleitungen würden überschätzt. Recht hat er. Deswegen stürzen wir uns direkt hinein in meine Juni-Lieblinge.

Schach
  • Darum geht’s: Zwei Armeen kämpfen um die Vorherrschaft auf 64 schwarzen und weißen Feldern. Wer es schafft, den gegnerischen König zu umzingeln, gewinnt. Mehr muss man zu diesem Klassiker wirklich nicht sagen.
  • Darum macht’s Spaß: „Schach ist zu kompliziert, aber nur ein bisschen“, hat ein schlauer Kopf gesagt. Recht hat er. Es macht verdammt viel Spaß über die Auswirkungen der nächsten Züge zu grübeln und sich dann zu ärgern, wenn der Gegner anders reagiert, als er sollte. Außerdem wirkt Schacht intellektuell. Andere Gesellschaftsspiele belächeln Unwissende oft als Kinderkram. Zu Schach äußerten sich jedoch Größen wie Albert Einstein, Winston Churchill und der Komiker Jan Böhmermann. Er erfand den Spruch: „Fußball ist wie Schach – nur ohne Würfel!“, der unter anderem von Spiegel Online und dem Kicker fälschlicherweise Lukas Podolski zugeschrieben wurde.
Strasbourg
  • Foto: PegasusDarum geht’s: Strasbourg ist ein Versteigerungsspiel von Stefan Feld, das bei Pegasus erschienen ist. Jeder Spieler erhält neben fünf Aufträgen zum Start 24 Karten. Darauf befinden sich je je 4-mal die Zahlen von 1 bis 6. Aus beliebig vielen dieser 24 Karten bilden die Spieler am Anfang jeder der fünf Runden beliebig große Stapel. Mit diesen bieten sie um Ruhm, Ehre und Siegpunkte, sprich um den Einfluss auf verschiedene Zünfte. Wer geschickt pokert, erhält Waren, darf ein Familienmitglied im Rat der Zünfte platzieren und ein anderes im Stadtgebiet. Das kostet allerdings Geld. Gold und Silber gibt es nur, wenn man zuvor erworbene Waren verkauft. Wer schlecht pokert, geht leer aus.
  • Darum macht’s Spaß: Bei Strasbourg befinden sich die Spieler in einem ständigen Dilemma. Noch eine Karte ziehen oder lieber für kommende Runden sparen? Schließlich müssen die 24 Karten fürs ganze Spiel reichen. Als Startspieler lieber hohe Karten aufdecken und damit auf Nummer sicher gehen oder im Idealfall mit einem kleinen Gebot punkten? Strasbourg ist kurzweilig, spannend und manchmal ganz schön gemein, wenn die Gegner einem eine dringend benötigte Zunft wegschnappen. Das Spiel war neben Lancaster und 7 Wonders nominiert für das Kennerspiel des Jahres. Hätte ich entscheiden dürfen, würde der graue anthrazite Pöppel auf der Strasbourg-Schachtel kleben.
Crossboule
  • Darum geht’s: Crossboule von Mark Calin Caliman ist wie Boule und bei Zoch erschienen. Der einzige Unterschied: Beim Crossboule verwandelt sich die ganze Umgebung in ein riesiges Spielfeld. Egal ob der Gehweg, die Wieso oder die Wohnung. Mehr gibt’s nicht zu sagen und deswegen verweise ich an dieser Stelle auf folgendes Video des Herstellers:

  • Darum macht’s Spaß: Crossboule versteht jeder und kann jeder. Es ist das ideale Spiel für draußen und – wenn es regnet – auch drinnen. Da die Kugeln mit Kunststoffgranulat gefüllt sind, muss man keine Angst vor zerberstenden Fensterscheiben haben. Erstaunlich, dass noch niemand früher auf die Idee gekommen ist, das klassische Boule aufzupeppen.

Außerdem hatte ich diesem Monat jede Menge Spaß mit … Packeis am Pol, Maka Bana, Geschenkt! und Die Speicherstadt.

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