Lieblingsspiele im April
„Alles neu, macht der Mai. Macht die Seele frisch und frei“, dichtete Hermann Adam von Kamp 1818. Knapp 200 Jahre später gilt dieses Motto auch auf zuspieler.de. In der Vergangenheit haben wir immer wieder Spiele per Video vorgestellt und kritisiert. Unsere Anleitung zu Troyes haben inzwischen über tausend Menschen angeklickt, Die Regelerklärung zu Agricola sahen über zweitausend Interessierte und Pandemie über dreitausend. Tendenz steigend. In Zukunft verzichtet zuspieler.de auf solche Videoregelerklärungen. Der Arbeitsaufwand für solch qualitativ hochwertige Videos ist einfach zu hoch. Doch keine Angst: Auch in Zukunft versorgt euch zuspieler.de mit Filmen rund um die Brettspielbranche. Allerdings stehen dann Interviews mit Autoren oder ungewöhnliche Themen im Mittelpunkt.
Wer Kritiken zu Spielen lesen will, dem empfehlen wir unsere Partnerseite ludoversum.de. Dort sind über 4000 Spiele in der Datenbank erfasst, zu über 1000 davon gibt es auch ausführliche Rezensionen. Ganz verzichten müsst ihr auf Spiele-Empfehlungen bei zuspieler.de allerdings nicht. Ab sofort veröffentlicht Chefredakteur Sebastian Wenzel regelmäßig drei Spiele, die ihm im vergangenen Monat besonders gut gefallen haben. Im April haben es ihm vor allem kommunikative Spiele angetan.
Eselsbrücke
Darum geht’s: Die Spieler erzählen sich abwechselnd Kurzgeschichten, in denen bestimmte Begriff vorkommen müssen. Nach einigen Runden gilt es sich, an exakt diese zu erinnern.
Darum macht’s Spaß: Ich mag kommunikative Spiele wie Tabu, Dixit oder Fiesling. In Zukunft wird auch Eselsbrücke von Ralf zur Linde in diese Sammlung aufgenommen. Je abstruser die Geschichte, desto besser erinnern sich die Mitspieler. Ich weiß zum Beispiel noch heute, dass wir vor drei Wochen gelernt haben, dass die Dinosaurier durch drei Blitze gestorben sind, die in Italien eingeschlagen haben.
Speicherstadt
Darum geht’s: Die Spieler schachern um exotische Handelgüter aus fernen Kolonien. Wie im echten Leben gilt: Wer Kaffee, Safran oder Teppiche billig ein- und teuer verkauft, ist im Vorteil. Je größer der Gewinn, desto bessere Anschaffungen sind später möglich. Ein neues Lager fasst bis zu vier Waren. Die Bank erhöht das Einkommen. Die Flussschifferkirche bringt ihrem Besitzer Siegpunkte – und nur auf die kommt es beim Ende an. Wer Aufträge erfüllt, punktet ebenfalls. Dazu muss man die richtigen Waren erwerben und an den Auftraggeber liefern. Gar nicht so einfach, wenn die Mitspieler dieselben Waren benötigen.
Darum macht’s Spaß: In der Speicherstadt verwalten die Spieler den Mangel. Es gibt viele Karten, aber nur wenig Geld um sie zu kaufen. Was tun? Die Suche nach der Antwort auf die Frage macht zum einen Reiz des Strategiespiels aus. Zum anderen fasziniert die Interaktion zwischen den Spielern: Wer seine Arbeiter geschickt platziert, treibt den Kartenpreis für seine Konkurrenten in die Höhe und gleichzeitig Schweißperlen auf die Stirn seiner Gegner.
Fiesling
Darum geht’s: Statt langer Worte ein Video, das den Spielablauf erklärt.
Übrigens: Dieses Video produzierte ich im Auftrag von HUCH! & friends.
Darum macht’s Spaß: Dieses Spiel taucht an dieser Stelle nicht auf, weil ich den Videotrailer für den Verlag produziert habe, sondern, weil es alle Gelegenheitsspieler in meinem Bekanntenkreis in seinen Bann zieht. Da es ein Kommunikationsspiel ist, macht es mir auch Spaß, auch wenn ich mich selbst natürlich ganz anders einschätzen würde als meine Mitspieler.
Eine gute Zeit hatte ich diesen Monat außerdem unter anderem mit … Basari, Fangfrisch, Caylus, Troyes und Geschenkt.
Tipps zum Weiterlesen:
- Charts: Lieblingsspiele der Leser
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