Klassiker treffen Konsolen

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Kinder und Jugendlichen begeistern sich trotz der Konkurrenz von Spielekonsolen zunehmend für klassisches Spielzeug und Gesellschaftsspiele. Das ist das Ergebnis der KidsVerbraucherAnalyse 2011 (KidsVA). Mädchen wüchsen demnach weiterhin mit Puppen und Jungen mit Lego sowie Playmobil auf. Hinzu kämen Puzzle und jede Menge Brett- und Kartenspiele.
Quelle: KidsVA 2011, Egmont Ehapa Verlag

Kinder sind jedoch nicht nur von Gesellschaftsspielen, sondern auch von elektronischen Spielen fasziniert. Das zeige sich in immer mehr Unterhaltungselektronik in den Kinderzimmern. 76 Prozent der 10- bis 13-Jährigen besitzt laut der Studie Handspielgeräte wie zum Beispiel Nintendo DS oder die PlayStation Portable.

KidsVA 2011, Egmont Ehapa Verlag.

Konsolen haben demnach inzwischen die Kinderzimmer verlassen und bringen der ganzen Familie Spaß.

KidsVA 2011, Egmont Ehapa Verlag.

Erst Süßes, dann Spiele

Laut der Studie sind die Eltern bereit für die Ausstattung ihrer Kinder tiefer in die Taschen zu greifen. Nach zwei Jahren mit eher rückläufigen Einnahmen gibt es für die 6- bis 13-Jährigen wieder mehr Geld. Mit monatlich 24,8 Euro wurde beim Taschengeld fast wieder der alte Höchststand des Jahres 2008 mit 25 Euro erreicht. Hinzu kommen mehr Geldgeschenke zum Geburtstag, zu Weihnachten und zu Ostern, die sich auf 197 Euro addieren. Das ist eine Steigerung von fünf Prozent und somit ein Plus von 10 Euro zum Vorjahr.

Hochgerechnet verfügen die 6- bis 13-Jährigen über 1,67 Milliarden Euro an Taschengeld. Rechnet man Geldgeschenke zum Geburtstag oder zu Weihnachten hinzu (etwa eine Milliarde Euro), besitzen die Kinder eine Kaufkraft von 2,6 Milliarden Euro.

Auch Kinder im Vorschulalter nehmen am Geldsegen an den Feiertagen und am Geburtstag teil. Bei ihnen kommt die Summe von 190 Euro zusammen – also nicht viel weniger als bei den älteren Kindern. Beim Taschengeld, das bereits die Hälfte der 4-5-Jährigen bekommt, können die Jungverdiener durchschnittlich 12 Euro monatlich einstreichen. Das Geld wird dann gespart oder fließt wie bei den Älteren vor allem in Spielzeug, Süßigkeiten, Eis und Zeitschriften.

Quelle: KidsVA 2011, Egmont Ehapa Verlag

Quelle: KidsVA 2011, Egmont Ehapa Verlag

Kinder als Einkaufsratgeber

Über das Taschengeld können die Kinder in der Regel frei verfügen. Aber auch auf die Kaufentscheidung der Eltern haben sie einen erheblichen Einfluss. Wenn Eltern dem Nachwuchs etwas schenken oder kaufen wollen, fragen sie in der Regel nach speziellen Wünschen.
Quelle: KidsVA 2011, Egmont Ehapa Verlag

Quelle: KidsVA 2011, Egmont Ehapa Verlag
„Die Kinder können in Form von höheren Ausgaben für Bekleidung und Spielsachen sowie mehr Taschengeld vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren. Die Eltern geben für sie wieder mehr aus für Bekleidung oder Spielsachen. Zudem erhöhen sie das Taschengeld und Geldgeschenke fallen üppiger aus. Dies verbunden mit großer Bereitschaft der Eltern, Markenwünsche zu erfüllen und ihre Kinder an Kaufprozessen aktiv zu beteiligen, machen die jungen Zielgruppen zu wichtigen Adressaten für die Wirtschaft“, sagt Ingo Höhn, Geschäftsleiter Egmont MediaSolutions.
Quelle: KidsVA 2011, Egmont Ehapa Verlag

Bücher nach wie vor beliebt

Das Interesse am Gedruckten bleibt bei der jungen Generation sehr hoch. 5,9 Millionen (96 Prozent) aller befragten Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren geben an, in ihrer Freizeit in Zeitschriften zu schauen und 5,5 Millionen (91 Prozent) schmökern in Büchern. Ebenso wird bei den Jüngsten das Interesse am Lesen früh geweckt. 1,1 Millionen Eltern von Vorschulkindern im Alter von 4 bis 5 Jahren (81 Prozent) geben an, dass ihre Kinder in der Freizeit Zeitschriften anschauen oder vorgelesen bekommen. Bei Büchern ist der Anteil mit 87 Prozent (1,2 Millionen) nochmals höher.

Der gesteigerten Leselust steht dabei aber nicht ein zunehmender Computer- oder Internet-Frust gegenüber. Im Gegenteil erfolgt der Zugang zu den neuen Medien immer früher und nimmt an Intensität weiter zu. Schon bei den Vorschülern darf bereits jedes vierte Kind mal an den heimischen Rechner und fast jedes fünfte ist bereits im Internet. Bei Schulkindern ab 6 Jahren steigen die Nutzerzahlen dann rasch an und so verfügen inzwischen fast 5 Millionen 6- bis 13-Jährige (81 Prozent) über Computererfahrung und 4,5 Millionen (74 Prozent) waren bereits Online. 32 Prozent dieser User sind sogar täglich im Internet unterwegs.

Hintergrund: Die KidsVA 2011 steht mit insgesamt 2.122 Interviews repräsentativ für 7,5 Millionen deutschsprachige Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren. In diesem Jahr wurde die Befragtengruppe erstmals um die 4- und 5-jährigen Vorschulkinder (1,4 Millionen) erweitert. Über deren Medien- und Konsumverhalten gaben die Eltern ausführlich Auskunft.

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