Kinderspiel des Jahres feiert zehnten Geburstag

Das Kinderspiel des Jahres feiert 2010 den zehnten Geburstag. Foto: ed g2s • talk/Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported

Am Anfang hüpften bunte Frösche auf weißen Seerose. Sie versuchten Gold- und Silberstücke zu horten und damit Kindern den Sieg zu sichern. 1989 vergab die Jury für diesen Einfall des Spieleautors Alex Randolph neben dem Hauptpreis „Spiel des Jahres“ erstmals den „Sonderpreis Kinderspiel“ für „Gute Freunde“.

Seitdem hat sich der Markt deutlich verändert. Immer mehr Verlage entwickelten hochwertige und innovative Ideen für Kinder ab drei Jahren. 2001 war die Zeit reif, für die Vergabe eines eigenen Hauptpreises für Kinderspiele. Der blaue Pöppel für das „Kinderspiel des Jahres“ erblickte das Licht der Welt. Dieses Jahr feiert er seinen zehnten Geburtstag und wird langsam erwachsen.

Mit dem Goldschürferspiel „Klondike“ begann im Jahr 2001 die Erfolgsgeschichte des Kinderspiels. Dessen Auflagen konnten spätestens 2005 mit Kai Haferkamps kongenialer Buchumsetzung von Otfrieds Preußlers „Das kleine Gespenst“ mit dem großen Bruder „Spiel des Jahres“ mithalten. Mit dem Erfolg von Reiner Knizias elektronischem Deduktionsspiel „Wer war’s?“ schlug der blaue Pöppel den roten sogar um Längen. "Die bisherigen Preisträger spiegeln die wachsende Qualität der Spielbearbeitung und der Umsetzung der Ideen besonders bei den deutschen Verlagen wider. Es verwundert nicht, dass Haba, Selecta und Drei Magier Spiele bis 2009 jeweils zweimal unter den Siegern zu finden waren", schreibt die Jury Kinderspiel des Jahres in einer Pressemitteilung.

Große Namen für kleine Spieler
Immer mehr renommierte Autoren kümmern sich um das Kinderspiel – neben Reiner Knizia finden sich Wolfgang Kramer, Alex Randolph und Heinz Meister mehrfach unter den nominierten wieder. Die erfolgreichsten Ideen im Bereich der Kinderspiele hatte bisher Kai Haferkamp, Jurist aus Osnabrück. In den vergangenen zehn Jahren wurden seine Spiele einmal ausgezeichnet, mehrfach nominiert und von der Kinderjury empfohlen.

"Um Eltern, Erziehern und Grundschullehrern Orientierungshilfe zu geben, reicht eine einzige Auszeichnung allerdings nicht aus. Die Jury hebt stets drei bis fünf herausragende Spiele heraus und nominiert sie zum „Kinderspiel des Jahres“. Und wie beim großen Bruder „Spiel des Jahres“ erstellt die Kinderspiel-Jury ebenfalls seit zehn Jahren eine Empfehlungsliste für besondere Spielideen. Diese nimmt das ganze Umfeld von Spielen für die ganz Kleinen bis zu den Achtjährigen in den Blick", heißt es weiter in der Presse-Information. Besonders zufrieden zeigte sich Wieland Herold, Koordinator Kinderspiel des Jahres, mit dem Jubiläumsjahrgang.

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Wieland ist glücklich: "Erneut erfüllen Verlage und Autoren im besonderen Maße die Wertekriterien, die die Kinderspieljury umgesetzt sehen möchte. Das beginnt bei gut strukturierten Regeln, die keine Einstiegshürde mehr darstellen, setzt sich fort in die Kinder ansprechenden Gestaltungen der Spiele. Das Spielmaterial ist oft innovativ und besitzt einen hohen Aufforderungscharakter. Das Entscheidende ist aber: Alle Spielideen sind originell und reizen zur häufigen Spielwiederholung."

Übrigens: Das Kinderspiel des Jahres 2010 stand unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Warum sie Spiele begeistern, verrät Sie in diesem Kurzkommentar.

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