Kiebitz trifft fliegende Schweine

Die Stadt Waiblingen feierte 2000 ihren 750. Geburtstag. Seit diesem Jubiläum verleiht die Stadt in Zusammaenarbeit mit der Hochschule der Medien Stuttgart den Kinder- und Jugendmedienpreis Kiebitz. Der Name hat nichts mit neugierigen Zuschauern einer Schachpartie zu tun, sondern bezieht sich auf den gleichnamigen Vogel. Damit wären wir auch schon beim Thema. Dieses Jahr wurde der Kiebitz an das Kosmos-Spiel „Können Schweine fliegen“ von Sonja Häßler verliehen. Warum? Dafür gibt es laut dem Jury-Mitglied Antonia Rötger mindestens drei Gründe:

  • 1. Es ist sehr vielseitig, man kann es mit ganz Kleinen spielen, die gerade mal einige Tiere kennen und vielleicht erst in den Kindergarten gekommen sind. Und es ist komplex genug, um auch größeren Kinder und sogar Jugendlichen Spaß zu machen. Dann spielt man es mit Zeitdruck und allen Karten, es ist rasant und hektisch und man muss ziemlich wach sein, um keine Fehler zu machen.
  • 2. Es ist optisch sehr ansprechend: die vielen Tiermerkmale werden durch witzige Symbole dargestellt, zum Beispiel ein Wölkchen für die Eigenschaft, fliegen zu können. Oder ein Grabkreuz für Tierarten, die schon vom Aussterben bedroht sind.
  • 3. Es birgt unheimlich viele Überraschungen und dadurch lernt man wirklich, genauer hinzuschauen, wird neugierig und will es vielleicht genauer wissen.
  • Einfacher Spielablauf

    In dem Spiel geht es darum, einem Tier jeweils die richtigen Merkmale zuzuordnen, von der Anzahl der Beine bis hin zu Merkmalen, die schon etwas Wissen erfordern, zum Beispiel dem Winterschlaf. Wer seine Chips auf die richtigen Merkmale setzt, darf auf der Schweineflugbahn vorrücken und Punkte machen, wer sich irrt, muss zurückgehen. Das Lösungsheft hilft bei Streitfragen, und die tauchen garantiert auf. Ist der Maulwurf vom Aussterben bedroht? Macht die Fledermaus Winterschlaf? Hat die Krake einen Schnabel? Haben Vögel wirklich Schuppen?

    „Das wollte ich nicht glauben, aber es stimmt: Vögel haben an den Füßen eine schuppenbesetzte Haut, und wer einen Wellensittich zu Hause hat, kann mal nachsehen. Ich habe bei diesem Spiel immer wieder gestaunt und etwas dazu gelernt. Es gab viele Aha-Effekte. Dabei hat es die ganze Zeit Spaß gemacht. Und das ist ja mit das wichtigste Kriterium, denn was nützt das lehrreichste Spiel, wenn es keinen Spaß macht, es zu spielen?“, sagt Antonia Rötger in ihrer Laudatio.

    Auf die Idee für das Spiel ist die Autorin Sonja Häßler bei Ausflügen mit ihrer Familie in zoologische Gärten gekommen. Dabei hat sie mit ihren Kindern Tiere beobachtet und versucht, sie gut zu beschreiben. Und so hat sie ihre Spielidee vor ein paar Jahren entwickelt und ausdauernd mit den eigenen Kindern gespielt. Irgendwann fand ihr Mann, dass es doch prima wäre, wenn auch andere Familien dieses Spiel spielen könnten, er ermutigte sie, ihr Spiel an einen Verlag zu schicken. Der Rest ist Geschichte.

    Übrigens: zuspieler.de berichtet schon vor etwa einem halben Jahr über das Spiel Können Schweine fliegen?. Den vollständigen Test gibt’s hinter dem Link. Das Video zum Spiel auch an dieser Stelle.


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