“In unserem Haus wohnen vier Monster”

Fotos: Kosmos/Mifune/fotolia.de. Montage: Sebastian Wenzel

Das Spiel Monsterfalle von Inka und Markus Brand ist für das Kinderspiel des Jahres 2011 nominiert. Im Interview mit Doris Glasz, Pressesprecherin des Kosmos-Verlags, sagen sie, welche Monster in ihrem Haus wohnen, woher sie die Ideen für ihre Spiele bekommen und ein Geheimnis, das man ihren Kindern auf keinen Fall verraten darf.

Inka und Markus, hatten eure Kinder früher Angst vor Monstern?
Angst hatten sie nie, aber über deren Existenz waren sie sich seit Anfang an bewusst. Bei uns gibt es vier ganz besondere Monster: das fiese Sockenmonster, das immer den linken oder den rechten Socken eines Paares, nie aber beide frisst. Dann existiert ein ziemlich durstiges Monster, das ständig alle Wasserflaschen austrinkt und nie volle aus dem Keller holt und in den Kühlschrank stellt. Irgendwo im Schlafzimmer versteckt sich ein Schnarchmonster, das schnarcht nachts dermaßen laut, dass Inka zum Teil nicht einschlafen kann. Und dann lebt bei noch eine Art Krümelmonster, das sämtliche Süßigkeiten aus dem Vorratsschrank wegnascht. Aber keines von ihnen haben wir je zu Gesicht bekommen.

Gegen Vampire hilft Knoblauch. Womit schlägt man ein Monster am besten in die Flucht?
Ein Geheimrezept gibt es nicht. Und manchmal sind wir wirklich verzweifelt. Dann hilft nur noch: Socken suchen, Wasser aus dem Keller holen, einschlafen, bevor das Schnarchmonster kommt und neue, leckere Süßigkeiten einkaufen.

Euer neues Spiel heißt Monsterfalle. Wie funktioniert es?
In einer alten Villa lebt eine nette Familie und auch sie hat Monster zuhause, so wie wir. Einziger Unterschied zu uns: Die Familie kennt ihre Monster persönlich. Sie spielt mit ihnen, teilt sich mit ihnen das Bad und schaut mit ihnen die Muppet-Show. Weil das unüblich für eine Menschenfamilie ist, soll das ein großes Geheimnis bleiben. Wenn Oma Frieda vor der Tür steht, heißt es: Alle Monster in die Falle, sonst fällt Oma in Ohnmacht.

Die Spieler müssen in kürzester Zeit die Monster finden und in die Falle im Keller des Hauses schubsen. Wenn Oma wieder nach Hause geht, wird die Klappe geöffnet und alle Monster dürfen zurück ins Haus. In unserem Spiel helfen die Kinder der Familie und schubsen die Monster mittels Schieber durch das Fluren-Labyrinth der alten Villa in die Monsterfalle. Das Besondere ist, dass die Kinder in Teams spielen und so kooperativ agieren können.

Der Schiebemechanismus ist ein wesentliches Element im Spiel. Wie seid ihr darauf gekommen?
Eine gute Freundin von uns hat zu Hause ein paar niedliche Monster – unter anderem ein quietschgelbes Saftmonster, das den ganzen Tag lang Limetten-Guave- Schorle trinkt. Als sie von unserem Spiel hörte, hatte sie sofort die Idee, dass man in dem Spiel Monster durch die Gegend schieben sollte. Vermutlich hat sie dabei gleich an ihr Saftmonster gedacht, und daran, wie sie es immer vom Kühlschrank wegschieben muss.

Im Spiel jagen die Spieler die Monster. Was erbeutet ihr am liebsten, wenn ihr zuhause auf Jagd geht?
Wir sind immer auf der Jagd nach neuen Ideen für schöne Spiele. Da sind wir zuhause am erfolgreichsten. Wir bewaffnen uns mit Fernglas und Fotokamera, schleichen die Treppe hinauf in die Kinder-Etage und beobachten heimlich unsere Kinder beim Spielen. All das, was Ihnen große Freude bereitet, versuchen wir dann in eine Spieleschachtel zu bringen. So geschehen bei unserem Dinosaurierspiel, dem „Fluss der Drachen“ und bei der „Burg der 1000 Spiegel“. Und wenn du es niemandem erzählst: Manchmal – wenn die Kinder schon im Bett liegen – machen wir selbst Jagd auf die Süßigkeiten im Vorratsschrank.

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