“Hausaufgaben durch Spielpausen unterbrechen”

Foto: piesa schtudie, photocase.com

Nach dreißig Minuten Hausaufgaben sollten Kinder eine kurze Pause einlegen: “Zum Beispiel mit einem schnellen Kartenspiel”, schreibt die Unfallkasse Hessen in einer Pressemitteilung. Mit verspielten Unterbrechungen seien die Schularbeiten häufig schneller erledigt, als wenn sie in einem Stück angegangen würden.

Schulende. Das Mittagessen ist vorbei, nun geht es an die Hausaufgaben – oder eben auch nicht: Viele Kinder drücken sich um die Aufgaben herum oder machen, wenn sie dann doch am Schreibtisch sitzen, nur die Hälfte und das auch noch im Trödeltempo: Stress pur für Kinder und Eltern.

Patentrezepte dagegen gibt es nicht, aber ein paar Anregungen, die Wunder wirken können. Spiel und Bewegung, Anregungen für die Sinne, Lernen: Werden diese natürlichen kindlichen Bedürfnisse ausgewogen erfüllt, nehmen Kinder laut einer Pressemitteilung der Unfallkasse Hessen die Hausaufgaben eher als Teil eines abwechslungsreichen, selbst gestalteten Nachmittags wahr. Druck bleibe aus, Stress und hitzige Diskussionen seien passé. Oft seien Hausaufgaben mit sinnlich-bewegten Unterbrechungen qualitativ besser als stures Pauken am Schreibtisch.

Erst spielen, dann lernen

Die Unfallkasse Hessen gibt folgenden Tipps: Nach dem Essen sollte eine Spaß-Pause angesagt sein. Spielen mit Freunden, malen, ein Bibliotheksbesuch, schwimmen gehen, fürs Puppenhaus basteln, skaten, Rad fahren oder etwas ganz anderes: Abwechslung eben. Erst dann sei Zeit für die Hausaufgaben. Das sieht die Diplom-Psychologin Plogstieß ähnlich. Sie empfiehlt: "Wann die beste Zeit für die Hausaufgaben ist, ist individuell verschieden und hängt vom Biorhythmus der Kinder und Jugendlichen ab. Direkt nach dem Mittagessen lässt die Leistungsfähigkeit häufig nach. Da empfiehlt sich, entweder eine Pause einzulegen oder den Bewegungsmangel des Vormittags aktiv auszugleichen. Danach sollte eine möglichst regelmäßige Zeit am Nachmittag für die Hausaufgaben reserviert werden."

Würfel statt Füller

Spätestens nach 30 Minuten Schreibtischarbeit sei laut der Unfallkasse Hessen eine kreative Pause empfehlenswert. Vielleicht eine kurze Pantomime, ein schnelles Karten- oder Würfelspiel oder balancieren auf einem am Boden liegenden Seil: „Ziele“ wie diese motivieren Kinder, eine Hausaufgaben-Etappe zügig abzuschließen. "Im ersten und zweiten Schuljahr sollten Kinder etwa eine halbe Stunde für die Hausaufgaben aufwenden. In der dritten und vierten Klasse kann schon eine Stunde eingeplant werden. Bei den Größeren können die Schulaufgaben oder das Lernen auch länger dauern – besonders, wenn eine Klassenarbeit ansteht", konkretisiert Plogstieß die Empfehlung.

Weniger ist mehr

Kommt das Kind mit einer Aufgabe nicht zurecht, können die Eltern Tipps geben, wie es an ein Problem herangehen oder wo es Informationen finden kann. Bleiben Fragen offen, kann es Mitschüler anrufen oder sie am nächsten Tag in der Schule klären. Auf keinen Fall sollte das Kind laut AOK stundenlang über seinen Hausaufgaben brüten – das bringe nicht bessere, sondern eher schlechtere Leistungen.

Bühne frei für Spaß und Spiel

Nach getaner Arbeit sei es laut AOK motivierend, den Arbeitsplatz aufzuräumen. So fände man am nächsten Tag nicht nur alles besser wieder, sondern das Kind lerne auf selbstverständliche Art und Weise, in seinem persönlichen Bereich Ordnung zu halten. Die erledigten Aufgaben fänden so auch optisch ihren Abschluss und die "Bühne" ist frei für Spaß und Spiel.

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