Glücksspiel für die ganze Familie

Vegas. Foto: Alea
Von wegen Vegas ist nichts für Kinder. Schon Achtjährige können in Casinos das große Geld gewinnen. Dazu müssen sie noch nicht einmal in die amerikanische Stadt fliegen. Es reicht, wenn sie mit ihren Eltern ins nächste Spielwarengeschäft schlendern. Dort steht seit wenigen Wochen das Gesellschaftsspiel „Vegas" in den Regalen.

Es begeistert mit kurzen Regeln und langem Spielspaß. Das sieht auch die Jury des „Spiel des Jahres" so. Der Autor Rüdiger Dorn kann mit seinem Werk den Oscar der Spielebranche gewinnen. „Vegas" ist nominiert für die Wahl zum „Spiel des Jahres 2012". Zu Recht. Zahlreiche Verlage haben in den vergangenen Monaten Würfelspiele veröffentlicht. „Vegas" ist eines der Besten.

Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Glücksrittern und zocken sich durch die Casinos der Glitzermetropole Las Vegas. Im Mirage, Golden Nugget oder Luxor warten das große Glück – und noch viel wichtiger das große Geld. Wer nach vier Runden die meisten Dollar erwürfelt hat, gewinnt. Im Unterschied zum echten Leben ist das auf keinen Fall die Bank, sondern einer der Mitspieler.

Acht Würfel als Startkapital

Doch der Reihe nach: Als Startkapital erhält jeder Spieler acht Würfel einer Farbe. Wer am Zug ist, wirft sie alle auf den Tisch. Dann muss er eine beliebige Augenzahl auswählen und auf das entsprechende Casino legen. Alle Sechser wandern zum Beispiel ins Circus Circus. Jetzt versucht der nächste Spieler sein Glück. Dieser Vorgang wiederholt sich so oft, bis alle ihre Würfel auf Casinos gesetzt haben. Der Clou bei der Abrechnung: In jedem Casino knackt die Person mit den meisten Würfeln den Jackpot. Liegen vier blaue und drei grüne Würfel im Circus Circus, freut sich der blaue Spieler über das große Geld. Sind auf einem Casino jedoch gleichviel Würfel von mehreren Spielern, gehen beide leer aus. Der Dritte ist im wahrsten Sinne des Wortes der Lachende. Liegen zum Beispiel drei blaue, grüne und ein schwarzer Würfel auf dem Circus Circus, erhält nur der schwarze Spieler Geld.

Das Wohnzimmer als Zockerparadies

Mit einfachen Mitteln verwandelt „Vegas" das Wohnzimmer in ein familientaugliches Zockerparadies. Beim Spiel sind wie beim Daddeln in Las Vegas Taktik, Glück und Nervenstärke gefragt. Egal, ob zwei, drei, vier oder fünf Personen um die Dollars kämpfen. Denn dank einer cleveren Zusatzregel macht das Spiel auch mit wenigen Personen Spaß. „Wie in einem echten Casino steigt mit jedem Einsatz die Spannung. Mit jedem Würfelwurf pendeln die Spieler zwischen Hauptgewinn und Niete – das fesselt. Entsprechend schwanken die Emotionen zwischen Hochgefühl, Ärger und Schadenfreude. Vor allem dann, wenn die elektrisierten Zocker das Glück mit ein wenig Taktik und Risiko auch mal erzwingen", schreibt die Jury „Spiel des Jahres" in Ihrer Nominierungsbegründung. Dem ist nichts hinzuzufügen, außer dem einzigen Wermutstropfen. Eine Partie ist schon nach dreißig Minuten vorbei. Dann heißt es: neues Spiel, neues Glück.

Vegas

  • Spieler: zwei bis fünf Personen ab acht Jahren
  • Dauer: etwa 30 Minuten
  • Preis: cirka 19 Euro
  • Autor: Rüdiger Dorn
  • Illustration: Mia Steingräber und Harald Lieske
  • Verlag: alea/Ravensburger

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