Flaschendrehen für Fortgeschrittene

Die Zeitung "Die Welt" ist baff. Sie schreibt. "Es gibt Dinge, die muss man sehen, um sie zu glauben. Dies ist so ein Fall." Die Aufregung verursacht hat Charlotte Roche. Sie hat den Intellektuellen Roger Willemsen, die Sängerin Mieze, die Moderatorin Kim Fischer und den Rapper Ferris MC zu sich nach Hause eingeladen und mit ihnen gespielt – Flaschendrehen.

Passiert ist dabei genau das, was (fast) immer passiert, wenn irgendwo in Deutschland Menschen Wein- oder Bierflaschen wirbeln und anschließend derjenige, auf den der Falschenhals zeigt, sich zwischen Wahrheit oder Pflicht entscheiden muss. Auch bei den Prominenten – entschuldigung, aber das Wortspiel bietet sich bei dem Thema einfach sein – dreht sich alles rund um Obszönes und Intimes. Roche plaudert über ihre Klitoris, Ferris MC spricht über seine Sucht, Kim Fischer zählt Ort auf, an denen sie bereit Sex hatte, und Willemsen erinnert sich an einem unvergesslichen Abend. Immer mit dabei: ein Kamerateam. Laut der Netzzeitung "hat Roche mit ihrer Firma Punani Enterprises, die sie gemeinsam mit Brainpool ins Leben gerufen hat, diesen Piloten zu einer potenziellen Fernsehsendung gedreht. Den habe sie verschiedenen Sendern angeboten, doch keiner wollte die Show haben." Irgendwie ist die Sendung dann im Internet gelandet. Das ist zwar inzwischen fast drei Jahre her, aber ist immer noch sehenswert. Selbst die FAZ ist begeistert:

"Weil „Wahrheit oder Pflicht“ gar nicht von seinen Derbheiten lebt, sondern eher trotz all der Peinlichkeiten einen wunderbaren Charme entwickelt, drängt sich der Verdacht auf, dass die Show gar nicht abgelehnt wurde, weil sie womöglich zu schmutzig war – sondern zu klug.

Quelle: Die hohe Kunst des Kindergeburtstags

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