Fachgruppe: “Rechtslage ist nicht so klar, wie es die SAZ darstellt”

Foto: Gina Sanders, Fotolia.com
Die Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) und die Fachgruppe Spiel streiten darüber, ob Spiele unter das Urheberrecht fallen. Wir haben mit Hermann Hutter gesprochen, dem Vorsitzenden der Fachgruppe. Im Interview erklärt er, warum er eine andere Meinung vertritt als die SAZ.


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Die Fachgruppe Spiel ist der Meinung, dass Spieleautoren keine Urheber im Sinne des Urheberrechts sind. Wieso?
Ob Spiele Urheberrechtsschutz genießen können, oder nicht, kann nicht die Fachgruppe entscheiden, sondern muss vom Deutschen Recht entschieden werden. Bisher liegen hierzu keine eindeutigen Gerichts-Urteile vor. Im Gutachten der SAZ wird ebenfalls angezweifelt, ob Spiele die notwendige Schöpfungshöhe erreichen.

Allerdings nur für „Schöpfungen, die keine hinreichende Individualität aufweisen mögen“. Im Fazit des SAZ-Gutachtens steht, dass „bei näherer Betrachtung Spieleautoren grundsätzlich Urheber im Sinne des Urheberrechtsgesetzes sind“. Für die Fachgruppe ist es dagegen „fraglich, ob Spieleautoren Urheber im Sinne des Urheberrechtsgesetzes sein können.“ Wie kommt die Fachgruppe zu dieser Meinung?
Wo hört Übernahme generischer Mechanismen auf und wo fängt das Urheberrecht an? Die bisherige Rechtslage ist leider nicht so klar, wie es die SAZ darstellt. Inzwischen hat die SAZ selbst ihr „Gutachten“ in „Stellungnahme“ umbenannt.

Wenn nur Richter eine Entscheidung darüber treffen können, ob Spieleautoren unter das Urheberrecht fallen, streben sie dann ein Musterurteil an?
Ein Musterurteil wird sehr schwierig zu beurteilen sein, da Spiele so unterschiedlich sind und vom einfachen Würfelspiel oder Puzzlespiel bis zum komplexen Dreistundenspiel unterschiedlichste Schöpfungshöhen haben. Es lässt sich also nicht einfach pauschalieren.

Mitgliedsverlage der Fachgruppe lassen sich in Verträgen mit Spieleautoren Nutzungsrechte an Spielen übertragen. Nutzungsrechte können aber nur Urheber übertragen. Damit erkennen die Mitgliedsverlage de Facto an, dass Autoren Urheber sind. Wieso behauptet die Fachgruppe das Gegenteil?
Die Fachgruppe behauptet nicht das Gegenteil. Verlage können selber Spiele entwickeln, jemanden dazu beauftragen, oder ein Angebot eines Spieleautors für eine Idee annehmen. Im Rahmen einer guten Kooperation ist es deshalb sinnvoll die Zusammenarbeit und Ihre Modalitäten festzuhalten.

Dabei berücksichtigen die Verlage selbstverständlich die Urheberschaft des Autors. Ob die Entwicklung des Autors Urheberrechtsfähig ist oder nicht, spielt keine Rolle.

Was meinen Sie mit dieser Aussage?
Der Vertrag regelt primär die Details der Zusammenarbeit zwischen Autor und Verlag. Ob daraus Urheberrecht entsteht kann nicht im Vertrag geregelt werden, sondern ergibt sich aus den Gesetzen und dazugehörigen Rechtssprechungen.

Anders sieht es aus, bei den von der SAZ angestrebten Rahmenvertrag mit einem derartigen Abschluss gingen die Verlage ein erhebliches Kartellrechtliches Risiko ein, wenn die vom Vertrag erfassten Spiele insgesamt oder teilweise nicht urheberrechtlich geschützt sind.

Wieso?
Wenn das Urheberrecht nicht gelten sollte , wäre dies eine unerlaubte Wettbewerbs widrige Absprache, mit allen kartellrechtlichen Aspekten. Die Kartellproblematik wurde in den letzten Jahren immer schwieriger, bis dahin, dass Verbände Ihre Aktivitäten auf bestimmten Gebieten zurückfahren.

In der Regel stammen Spiele, mit denen die Verlage Geld verdienen, von externen Autoren. Haben Sie keine Angst vor Umsatzverlusten, wenn Autoren die Mitgliedsverlage der Fachgruppe in Zukunft eventuell boykottieren?
Die Verlage haben bisher immer ein gutes Verhältnis mit ihren Autoren gehabt. Ein Spiel entsteht ja im gemeinsamen Miteinander. Aus der Rohidee oder einem Rohmechanismus heraus muss der Verlag einen Titel finden, die grafische Gestaltung organisieren, eventuelle Inhalte und Spielmaterial aussuchen, die Regel in eine endgültige Fassung bringen und unter dem Verkaufsrisiko produzieren. Viele Autoren sind seit langer Zeit gerne bei ihrem Stammverlag und haben immer eine gute Basis für die gemeinsame Zusammenarbeit gefunden.

Natürlich wird es auch in Zukunft weiterhin eine gute Zusammenarbeit geben. Der SAZ geht es hier um eine Facette, die seither in der Zusammenarbeit zwischen Autor und Verlag wohl nie eine Rolle gespielt hat.

Das sehen Autoren, die die SAZ-Petition unterschrieben haben, anders. Klaus Teuber fragt: „Liebe Fachgruppe Spiel, warum beißt Ihr die Hand, die Euch füttert?“
Die gute Zusammenarbeit ist Fakt. Eine vorsichtige Verhaltensweise bei einer unklaren Rechtslage kann man wohl nicht als „beißen“ sehen. Herr Teuber ist seit vielen Jahren bei seinem Verlag, was eine gute Zusammenarbeit vermuten lässt.

Wenn Autoren keine Urheber Ihrer Spiele sind, würde das auch bedeuten, dass jeder Verlag „Siedler von Catan“ oder andere bereits erschienen Spiele veröffentlichen könnte – natürlich unter einem anderen Namen, mit anderen Grafiken und anders ausformulierten aber inhaltlich identischen Regeln und Mechanismen. Das kann doch nicht im Interesse der Verlage sein, oder?
Kein Verlag möchte Kopien seiner Produkte auf dem Markt haben, trotzdem gibt es viele sehr ähnliche Spiele und Mechanismen. Eine hundertprozentige Unterscheidung ist immer sehr schwierig.

Angenommen, Spieleautoren sind Urheber im Sinne des Urheberrechts. Wäre die Fachgruppe dann bereit mit der Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) über gemeinsame Vergütungsregeln zu verhandeln?
Die Fachgruppe Spiel ist ein loser Verbund verschiedener Verlage. Die Vergütungsregeln wollen viele Verlag selber in direkten Vereinbarungen mit den Autoren treffen und dabei muss das Kartellrecht berücksichtigt werden. In der Zusammenarbeit sind so viele individuelle Punkte pro Spiel zu regeln, dass es keinen Standard geben kann. Viele Spiele kommen ja auch aus ausländischen Verlagen oder aus internationalen Lizenzen und lassen sich ebenfalls nicht in einem schematisierten Prozess einbinden.

Hinweis: Sebastian Wenzel moderierte im Auftrag der Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) auf der Spielwarenmesse Nürnberg Interviews mit Persönlichkeiten aus der Branche, zum Beispiel mit Guido Heinecke und Udo Barsch, Andreas Schmidt sowie Klaus Teuber .

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3 Kommentare zu “Fachgruppe: “Rechtslage ist nicht so klar, wie es die SAZ darstellt”

  1. Meines Wissens geht es nicht um einen “Rahmenvertrag” oder “Standardvertrag”, den die Verlage natürlich nicht wollen, handeln sie doch alle sehr selbstständig und individuell Verträge mit Autoren aus. Es geht um “Mindeststandards” in Verträgen, und zwar nur als Empfehlung, nicht als bindend, das ist alles.

    Die Aussage, dass Verlage aus “Rohideen und Rohmechanismen” fertige Spiele erst krieren, ist meiner Ansicht nach in den meisten Fällen unhaltbar. Würde man solche einreichen, bekäme man sie postwendend zurück. Sie machen aus den Spielen marktreife Produkte, was ein Unterschied ist.

    Die Aussage, es sei “fraglich, ob Spieleautoren Urheber im Sinne des Urheberrechtsgesetzes sein können” widerspricht Herr Hutter sich mit dem Satz
    “Dabei berücksichtigen die Verlage selbstverständlich die Urheberschaft des Autors” selbst.

    Die Unklarheit seitens der Rechtsprechung kann die Fachgruppe nicht regeln, schon klar. Aber sie könnte sich ihrerseits zur grundsätzlich vorhandenen (wenn auch bei fehlender Schöpfungshöhe in Einzelfällen fehlenden) Urheberschaft bei Spielen schlicht bekennen, ohne irgendetwas befürchten zu müssen.

    §1 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen besagt:
    “Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken, sind verboten.”
    Frage: WIe können als Empfehlung an alle Verlage und Spieleautoren (nicht nur die in der SAZ organisierten) gemeinsam erarbeitete und veröffentlichte Mindeststandards einen Wettbewerb verfälschen? Zumal die SAZ keine “Unternehmensvereinigung” ist?

    Noch konkreter: Die 11-Punkte-Liste der SAZ trägt den Vermerk “zur Diskussion mit der Fachgruppe Spiel” – die Fachgruppe Spiel reagiert, indem sie den Sinn jedes weiteren Gesprächs mit der SAZ für sinnlos erklärt: “Damit scheidet eine sachliche Diskussion zwischen der Interessenvertretung der Autoren und der
    Interessenvertretung der Spieleverlage aus.”

    Warum aber nicht zusammensetzen? Warum nicht über die Punkte wie Kartellrecht oder dergleichen sprechen? Warum nicht vernünftige Papiere ausarbeiten, die so eindeutig sind, dass natürlich keine kartellrechtlichen Probleme entstehen?

    Frage ich mich. Und glaube, nicht als einziger.

  2. Als juristischer Laie frage ich mich, warum die SAZ ihren Mitgliedern, den Spieleautoren, nicht einfach einen juristisch beratenden Leitfaden an die Hand gibt, mit dessen Hilfe die Autoren ihre Rechte dann dem jeweiligen Verlag gegenüber durchsetzen können.
    Wenn die Fachgruppe Spiel mit der SAZ als jeweilige “Dachorganisation” auf keinen grünen Zweig kommt, dann muss sich das Verfahren eben auf einer “unteren Ebene” durchsetzen (wobei die SAZ den Autoren juristisch den Rücken stärkt), bis daraus quasi “Gewohnheitsrecht” wird und die Fachgruppe Spiel auf kurz oder lang letztendlich die geschaffenen Fakten anerkennen muss.
    Dieser Weg wäre zwar mühsamer und länger, aber evtl. doch erfolgsversprechender.

  3. Hermann Hutter:
    “Ein Spiel entsteht ja im gemeinsamen Miteinander. Aus der Rohidee oder einem Rohmechanismus heraus muss der Verlag einen Titel finden, die grafische Gestaltung organisieren, eventuelle Inhalte und Spielmaterial aussuchen, die Regel in eine endgültige Fassung bringen und unter dem Verkaufsrisiko produzieren. Viele Autoren sind seit langer Zeit gerne bei ihrem Stammverlag und haben immer eine gute Basis für die gemeinsame Zusammenarbeit gefunden.”

    Daniel Danzer:
    “Die Aussage, dass Verlage aus “Rohideen und Rohmechanismen” fertige Spiele erst krieren, ist meiner Ansicht nach in den meisten Fällen unhaltbar. Würde man solche einreichen, bekäme man sie postwendend zurück. Sie machen aus den Spielen marktreife Produkte, was ein Unterschied ist.”

    Inhaltlich besteht kein wirklicher Gegensatz zwischen beiden Aussagen: Autoren kreieren das Regelwerk Spiel, aus dem Verlage das marktreife Produkt Spiel fertigen. H.H. bezieht sich auf das Spiel als fertiges Produkt, als Ware, und bezeichnet das Regelwerk als Rohmaterial. D.D. stört sich nicht ganz zu Unrecht an der unglücklichen Bezeichnung “Rohideen und Rohmechanismen”, versteht hierunter aber etwas anderes als H.H. Wäre darunter unfertiges Regelwerk zu verstehen, würde der Verlag nicht nur Titel und Grafik hinzufügen und die Regel in die zu veröffentlichende Fassung bringen sondern den Inhalt des Regelwerks mehr als nur unwesentlich verändern. Davon ist aber bei H.H. keine Rede.

    Die unterschiedliche Auffassung darüber, was mit ‘Spiel’ gemeint ist (Ware oder Werk, materielles Endprodukt oder gedanklicher Inhalt des Regelwerks), macht deutlich, wie wenig hilfreich die Forderung (der SAZ) nach namentlicher Erwähnung des Spiels im UrhG ist (das bloße Regelwerk ist bereits als Text geschützt).

    Wie an anderer Stelle schon ausgiebig dargestellt und belegt, ging die SAZ noch vor 5 Jahren selbst davon aus, dass es juristisch kein Urheberrecht auf Spiel gebe bzw. es bestenfalls unklar sei. Daher ist der mit der Petition verbundene Vorwurf schon unseriös und nicht mehr als ein peinlich-komisches Beispiel für den Spruch:

    Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.

    Aber auch heute steht die SAZ noch viel zu wenig dazu, dass man mit der Schaffung eines Spiels Autor ist. Automatisches Stimmrecht erhält nur, wer ein Spiel veröffentlicht hat – unabhängig davon, ob das Spiel eine erforderliche Schöpfungshöhe hat oder nicht. Wer Spiele entwickelt aber noch nicht veröffentlicht hat, kann genauso wie jeder Nichtautor Stimmrecht beantragen und erhält es i.d.R. auch.

    Die Frage, ob man Autor ist oder nicht, ist damit irrelevant für das Stimmrecht in der SAZ. Schon deshalb repräsentiert die SAZ nicht ‘die Autoren’ und ist auch nicht als Tarifpartner geeignet, wenngleich sie sicherlich die einzige Organisation ist, die überhaupt dafür in Frage käme. Bezeichnend ist, dass ausschließlich die Veröffentlichung des fertigen Produktes automatisches Stimmrecht gewährt. Noch nicht einmal eine Prämierung beim Hippodice-Autorenwettbewerb reicht dafür aus. Damit degradiert die SAZ sich über ihre eigene Satzung zur Lieferantenvereinigung.

    Das Problem in der ganzen Urheberrechtsdiskussion ist, dass es unter Autoren, Spielern, Verlagen und Juristen, noch viel zu wenig geklärt ist, was an einem Spiel urheberrechtsfähig ist, wie man Spiele voneinander abgrenzt. Ausgangspunkt ist die individuelle geistige Schöpfung, nicht die Marktfähigkeit. Handwerkliche Fähigkeiten, Fehler zu vermeiden, Spannung zu erzeugen, Regeln zu verfassen, die vielen kleinen Kniffe, … sind Hilfsmittel eines Autors, nicht Wesensmerkmal. An dieser Stelle haben sich die ‘Professionalisierer’ selbst ein Bein gestellt, indem sie sich von MÄDN-Varianten-Erfindern abzugrenzen und bei Verlagen einzuschleimen versuchten, indem sie bspw. die Ravensburger Gebühr als ‘Unterstützung für die Professionalisierung unserer Berufsgruppe’ begrüßten.

    Auch die SAZ von heute scheint das Urheberrecht von Spielen nur insoweit zu interessieren, als es ihre Position als Vertretung stärkt. Dabei müsste es umgekehrt sein: Man bekennt sich zum Urheberrecht und daraus folgt, wie eine Vertretung organisiert sein muss. Dass ausschließlich Verlage per Veröffentlichung entscheiden, wer Stimmrecht in der Urhebervertretung haben, ist ein Witz.

    Spieleautor, Urheber eines Spiels, ist, wer ein Spiel entwickelt hat, d.h. einen Prototyp entwickelt und die niedergeschriebene oder ausgedruckte Spielanleitung verfasst hat (wobei es hier auf den gedanklichen Inhalt ankommt, nicht auf die endgültige Form).

    Das kann jemand sein, der noch keine Veröffenbtlichung aufzuweisen hat.
    Das kann auch ein Verlagsmitarbeiter sein.
    Ja, ein Verlagsmitarbeiter kann – in eher seltenen Fällen – auch zum Miturheber werden, dadurch, dass er das Spiel inhaltlich weiterentwickelt.

    Und es ist möglich, dass dem Regelwerk eines Spiels die erforderliche Schöpfungshöhe fehlt und es tatsächlich erst als Verlagsprodukt schützenswert ist, nämlich dann, wenn das Wesentliche nicht im Regelwerk sondern in der Gestaltung liegt.

    Wer nicht von formaler Rollenverteilung ‘hier Autor dort Verleger’ ausgeht, sondern von dem Werk Spiel, wird damit auch keine grundsätzlichen Probleme haben. Wer damit grundsätzliche Probleme hat, sollte sich vielleicht mehr Gedanken darüber machen, worin sein eigener individueller Beitrag an einem Spiel besteht.

    Das gilt sowohl für die SAZler, die fordern ohne sich mit der eigenen Position und ihrer Geschichte auseinanderzusetzen, ebenso wie für die Mitglieder der FG Spiel. Hermann Hutters achselzuckende (Nicht-)Haltung in Bezug auf das damalige Plagiat von ‘Hey!That’s my Fish’ durch seinen Vertriebspartner und der Rat an mich, das nicht weiter zu verfolgen, sollte ihn eigentlich als Vorsitzenden der FG Spiel disqualifizieren. Andererseits steht er damit nicht so alleine, wie es wünschenswert wäre.

    Nun, sowohl auf der Autorenseite (innerhalb und außerhalb der SAZ), als auch auf Verlagsseite, gibt es sehr viele unterschiedliche Meinungen und Haltungen zum Urheberrecht von Spielen. Ich habe von vielen Seiten Unterstützung erfahren, auch von Mitgliedern der FG Spiel (Amigo, Kosmos) und wundere mich, dass andere Autoren, denen das selbe widerfährt wie mir, offensichtlich alleine bleiben:

    Zwei Spiele werden plagiiert, die Autoren sind Mitglied in der SAZ, die Verlage in der FG Spiel. Mindestens einer der Autoren wird vom Plagiator mit rechtlichen Schritten bedroht, sollte e sich wehren. Das scheint niemanden zu interessieren, weder in der FG Spiel noch in der SAZ.

    Wozu braucht es da Vertretungen? Dass man sich alle paar Monate zusamensetzt und die eigenen Aktivitäten feiert und ein bisschen Stimmung macht gegen die jeweils anderen? Wer braucht solche Vertretungen? Oder besser gefragt: Welche Vertretungen sind wünschenswert.

    Gerade die mit der Internationalisierung aufkommenden Plagiate erfordern gemeinsames Vorgehen von (aufgrund der gemeinsamen Rechtssituation insbesondere kontinentaleuropäischen) Verlagen und Autoren. neben dieser gemeinsamen Interessenvertretung ist sicherlich auch gewerkschaftsähnliche Organisierung sinnvoll. Aber vor der Selbstorganisierung sollte die Selbstdefinition stehen, schon damit man sich nicht ständig lächerlich macht.

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