Erfolg dank Hühnerkacke

Vor 20 Jahren gründeten die ehemaligen Schulfreunde Klaus Zoch und Albrecht Werstein den Münchner Spieleverlag Zoch. zuspieler.de veröffentlicht zum Geburtstag Auszüge aus einem Interview, das die hauseigene Pressestelle mit dem Verleger Albrecht Werstein geführt hat.

Klaus Zoch und Sie kennen sich aus Schulzeiten. Was hat Sie damals verbunden und was heute?
Damals hat uns Karl May und Science Fiction zusammengeschweißt. Ebenso eine Kindheit im Wald und als prägendes Element – schon im Jugendalter – das Verändern oder Erfinden von Spielen. Heute schweißt uns zusammen, dass wir beide Querdenker und Individualisten sind. Wir haben mit unseren ganz verschiedenen Welten eine große Schnittmenge, in der wir uns bei aller Gegensätzlichkeit immer wieder aufs Neue finden können.

Ihr Verlag ist bekannt für die bunten Spielboxen, die so viel erzählen. Wie kam es zu dieser Art von Gestaltung?
Klaus Zoch und mich hat immer interessiert, wie man die Sinne – hören, sehen, tasten ‚- in Spiele integrieren kann. Die Entwicklung des Stils war eher zufällig. Mit Doris Matthäus hatten wir bei “Zicke Zacke Hühnerkacke” eine herausragende Illustratorin. Zusammen mit dem Erfolg des Spiels wurden Folgeprodukte davon geprägt. Beim Kunden löst dies irgendwann eine Erwartungshaltung aus.

Die Nachfrage im Ausland nach deutschen Spielen steigt. Spüren Sie das?
Wir verkaufen unsere Spiele in über 20 Ländern. Vor allem die Spiel in Essen ist ein einzigartiger Schmelztiegel geworden. Spannend ist, dass in der Zwischenzeit in vielen Nationen, die angefangen haben, deutsche Spiele zu importieren, eine eigene Szene entstanden ist. Dies befruchtet das Genre Spiel als solches. Der Marktanteil Ausland steigt Jahr für Jahr. Exoten wie Taiwan, Südkorea, Israel, Südafrika und Slowenien bestellen regelmäßig. Neue Länder kommen hinzu. Momentan bewegt sich viel in Osteuropa.

Wahrscheinlich gibt es nur wenige Leute, die das Zoch-Sortiment so gut kennen wie Sie. Welche Spiele schätzen Sie besonders?
Das herausragendste, das gleichzeitig mein Lieblingsspiel ist, ist der Bausack. Von der wirtschaftlichen Seite ist sicher Zicke Zacke Hühnerkacke der Höhepunkt. Es ist im Ausland sehr erfolgreich und daraus ist eine ganze Familie, die Hühnerfamilie, entstanden. Das meist unterschätzte Produkt ist Schrille Stille.

Welches Spiel würden Sie nicht mehr produzieren?
Alle Spiele haben ihre Berechtigung gehabt. Viele würde ich mit den heutigen Erfahrungen anders gestalten oder anders benennen. Manchmal machen wir auch ein Spiel, weil es uns lange beschäftigt hat und einfach die Entscheidung gefällt werden muss – durch eine Veröffentlichung ist es weg vom Tisch. Dies ist ein ungewöhnlicher und wirtschaftlich riskanter Weg.


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