Deutschland sucht den Superautor

Foto/Montage: Sebastian Wenzel

Was Dieter Bohlen kann, kann der Verein Spiel des Jahres schon lange. Er sucht den Superstar der kommenden Jahre. Allerdings soll dieser nicht mit seiner Stimme überzeugen, sondern mit seinen Spielen. Alle die sich das zutrauen, können sich ab sofort für das Spielautorenstipendium 2011 bewerben. Voraussetzung: Interessierte haben sich für das Göttinger Spieleautorentreffen angemeldet haben und präsentieren dort mindestens zwei Spiele. Die angehenden Superstars dürfen allerdings noch kein Spiel veröffentlicht haben. Ausgeschlossen sind außerdem Bewerber, die schon zweimal im Auswahlverfahren waren. Die Bewerbungsunterlagen müssen auf dem Postweg bis 16. Mai an die Zeitschrift Spiel & Autor geschickt werden. Dabei gilt der Posteingang in Oldenburg und nicht der Poststempel.

Dass der Förderpreis tatsächlich einige Karrieren beschleunigt, zeigen die Gewinner der vergangenen Jahre. Guido schreibt auf Tric Trac:

Shooting Star Ulrich Blum landete mit seinen Spielen gleich einen Doppeltreffer (Grand Cru und Antigua) oder Sébastien Pauchon (Yspahan, Jaipur, Metropolys) ist inzwischen mit seinem Verlag GameWorks erfolgreich. Weitere bekannte Namen dürften Marco Teubner (Safranito) oder Jens-Peter Schliemann (Nacht der Magier, Burg Appenzell) sein – und noch viele mehr.

Einblicke ins große und kleine Geschäft

Das Autorenstipendium, finanziell von der Jury „Spiel des Jahres“ getragen, soll den „Nachwuchskräften“ Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Spieleszene ermöglichen, so dass der Blick nicht nur für die reine Autorentätigkeit geschärft wird, sondern Verbraucherperspektiven und spielewissenschaftliches Umfeld erfahrbar werden. Die Jury „Spiel des Jahres“ stellt für das Stipendium eine Summe von 3000 Euro zur Verfügung, die Fahrtkosten und Spesen während des insgesamt vierwöchigen Praktikums abdecken sollen. Vorgesehen sind je ein einwöchiges Praktikum bei einem großen und kleinen Spieleverlag, im SpieleErfinderStudio Jens Peter Schliemanns in Köln, drei Tage im Spielwarenfachhandel und ein Wochenende während der Weilburger Autorentage.

Karin Hetling ist Stipendiatin 2010

Das Spieleautoren-Stipendium 2010 ging übrigens an eine Autorin: Karin Hetling, Förderschullehrerin aus Osnabrück. Hetling, die ihre Erfindertätigkeit mit komplexeren Spielen begann, konzentriert sich mittlerweile auf die Entwicklung von Kinderspielen. Ihre Tätigkeit mit Kindern in einer Förderschule liefert ihr dafür zahlreiche Impulse. Die 43-jährige Autorin legt ein besonderes Augenmerk auf die Verknüpfung von Spielmaterial und Mechanismus. Ihr Such- und Memospiel Gemüsegauner spielt dreidimensional ober- und unterhalb der Erde. Das rasante Tastspiel Flotte Flosse stellt unter Zeitdruck haptische Anforderungen. Wer mehr über die Stipendiaten erfahren will, kann auf diesen Seiten ihre Praktikumsberichte lesen.

Tipps zum Weiterlesen und -spielen:


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