Beim Thema bleiben

Agricola. Foto: Stobbeldeen

Die Fotos des Spieleclubs Stobbeldeen rücken Spielethemen ins richtige Licht. zuspieler.de zeigt Bilder von Spielen in Schützengräben, Kirchen und Hühnerställen. Im Interview verrät der Belgier Benedikt Beun außerdem, wieso der Spieleclub die Fotos schoss, warum es zu Dominion kein Bild gibt und weshalb ihn ein Schaf in den Wahnsinn trieb. Ein Klick auf das erste Bild startet die Fotostrecke.

Wie seid ihr auf die Idee für eure Spiele-Fotos gekommen?
Im März feierten wir den fünften Geburtstag des Spieleclubs Stobbeldeen. Als Belohnung für treue Mitspieler überreichen wir ihnen gerne ein kleine Geschenke, zum Beispiel Brett- und Kartenspiele, Kuchenstücke, Überraschungseier oder Kugelschreiber sowie Notizblöcke mit unserem Logo. Für den fünften Geburtstag wollten wir etwas Besonderes. So kamen wir auf die Idee für einen Stobbeldeen-Kalender mit Spiele-Motiven. Anstatt mit der Schachtel unsere Lieblingsspiele zu posieren, wollten wir die Spiele in einer passenden Umgebung präsentieren.

Warum habt ihr Euch für diese zwölf Spiele entschieden und nicht für andere?
Eigentlich wollten wir unsere zwölf Lieblingsspiele auswählen. Bei einigen wäre die fotografische Umsetzung sehr kompliziert geworden. Caylus, Dominion, Der große Dalmuti und Dixit sind tolle Spiele, aber es ist nicht so einfach, ein passendes Themen-Foto mit den Spielen zu schießen. Deswegen gibt es nun zwölf Spiele, die wir mögen, die aber gleichzeitig ein schönes Thema haben, das sich gut in einem Foto umsetzen lässt.

Die Bilder wirken sehr professionell. Wo habt Ihr die Kostüme für Safranito oder Memoir ’44 her?
Danke für das Lob. Wir brauchten einige Vorbereitungen, um alle Requisiten zu bekommen. Die Gewehre für Memoir ’44 haben wir von unserem Nachbarn. Die Küche und die Kochjacken- sowie Hosen für Safranito stammen aus einem echten Restaurant, in dem eines unserer Mitglieder gearbeitet hat.

Spielt Ihr wirklich oder posiert Ihr nur auf den Fotos?
Wir spielen nicht. Wir haben versucht, die Spiele realistisch aufzubauen. Bei einigen Aufnahmen war das schwierig. Während der Fotograf das Funkenschlag-Bild schoss war es sehr windig – was gut zum Thema passt. Der Wind hat aber sämtliche Ressourcen-Würfel weggeweht. Es wäre anstrengend gewesen, das Spiel wirklich zu spielen.

Das Shear Panic-Bild mit dem Schaf hat der Fotograf an einem kalten, verregneten Tag geschossen. Wir wollten uns beeilen. Unglücklicherweise hat das Schaf nicht kooperiert.

Wieso?
Es ist dauernd in die falsche Richtung gerannt.

Gab es auch bei anderen Aufnahmen Probleme?
Am anstrengendsten waren die Fotos zu The Mystery of the Abbey’ und Memoir ’44. Das erste Bild haben wir in einer Kirche aufgenommen. Hätte der Priester gewusst, was wir tun, hätte er die Aufnahmen bestimmt unterbunden. Zum Glück für uns ist die Zahl der Kirchenbesucher – und damit auch die Präsenz der Priester – in Belgien seit dem Mittelalter zurückgegangen.

Memoir ’44 haben wir in einem Schützengraben aus dem ersten Weltkrieg fotografiert, den auch Touristen besuchen können. Die Urlauber waren freundlich und interessiert an dem Spiel. Trotzdem blockierten wir ihren Weg und mussten uns beeilen, damit die Touristen passieren konnten.

Gibt es Spiele mit so seltsamen Themen, dass Ihr kein Foto daraus gemacht hättet?
Wir haben darüber nachgedacht, das Spiel Project Pornstar zu fotografieren. Aber wir haben es sein lasen. Das Foto wäre zu anstößig gewesen. Natürlich ist es schwer, für abstrakte Spiele einen Hintergrund zu finden. Außerdem gibt es Spiele, deren Thema für unsere Zwecke zu schwach ist. Die Gipf-Serie hat sehr schöne Zwei-Personen-Spiele, aber ein Themen-Foto zu DVONN ist eine wirkliche Herausforderung.

Was bringt die Zukunft? Weitere Fotos? Einen zweiten Kalender?
Wir haben noch keine Pläne für unseren sechsten Geburtstag, schauen wir was passiert. Aber ich denke, wir versuchen eine andere lustige Spielerei zu präsentieren statt eines neuen Kalenders.

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Ein Kommentar zu “Beim Thema bleiben

  1. Sehr schön!
    Ein Foto für Dixit hätte sich übrigens gut in einer Bildergalerie bzw. im Museum umsetzen lassen. Am besten in einer surrealistischen Ausstellung, Magritte hätte sich dafür sicherlich extrem gut geeignet.

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