Till Meyer

Internetseite:

http://www.spieltriebgbr.de/

Profil:

Ich bin Diplomgraphiker und seit 1985 Referent für Spielepädagogik und Seminarleiter. Die interkulturelle Bildungsarbeit hat lange Jahre einen Schwerpunkt in meiner Arbeit markiert. Von 1990 bis 1998 habe ich verschiedene Projekte der Bildungsarbeit geleitet oder koordiniert, unter anderem „Spiele als Medium interkulturellen Lernens“ der Hessischen Jugendbildungsstätte Dietzenbach, „EMAC – europäische Bildungsarbeit mittels Internet“, „Mundos Unidos - interkulturelles Lernen in Europa“ und „502 - Columbus“. Seit ich denken kann, habe ich gespielt und Spiele erfunden. Die Idee, das auch beruflich zu machen, ergab sich allerdings eher zufällig während meines Grafik-Studiums, und der Gestaltung eines Spiels als Semesteraufgabe. Ebenso zufällig bin ich in die Bildungsarbeit hineingerutscht, in der ich – s.o. – praktisch immer mit dem Medium des Spiels gearbeitet habe. Und wer mit Spielen arbeitet stellt nur zu häufig fest, dass das Spiel, dass eigentlich eingesetzt werden sollte, so miserabel ist, dass man weniger einen Lernerfolg zu erwarten hat, sondern eher körperliche Züchtigungen durch die Spieler und Spielerinnen. So auch bei mir. Da lag es dann natürlich nahe, das vorliegende Spiel zu verändern, oder gleich ein neues zu erfinden, das den Anforderungen besser gerecht wird. Dieser Aspekt der Arbeit nahm dann aber irgendwann einen solchen Umfang an („Könnte ich vielleicht auch so ein Spiel bekommen?“ „Und ich auch bitte?“ „Und ich sowieso....!“), dass es geraten schien, die Spieleentwicklung auf juristisch einwandfreie Füße zu stellen. So wurde dann 1998 mit Nicole Stiehl zusammen die Spieltrieb GbR gegründet, die nun 13 Jahre und mehr als fünfzig realisierte Spiele alt ist. Fast alle diese Spiele sind als Auftragsarbeiten entstanden. Das Spektrum unserer Arbeit umfasst dabei zu einem großen Teil Brettspiele; aber auch Rollenspiele, Planspiele, Aktionsspiele und Kommunikationsspiele sind in der gemeinsamen Arbeit von Nicole und mir entstanden. Bei vielen Projekten waren auch weitere Menschen beteiligt, so etwa Dagmar Frei bei „Wolfsspuren“ und „Jets“. Rückblickend gesehen sind Spiele nicht nur mein Beruf, sondern eher meine Berufung. Wobei zu sagen ist, dass ich ein gutes Spiel, das einfach spannend ist und Spaß macht, sehr schätze. Mein Herz hängt allerdings an Spielen, die etwas vermitteln sollen, d.h., Spiele für Information, Promotion und Bildung. Meiner Einschätzung nach gibt es kein besseres Medium für viele Bereiche des Lernens. Es fasziniert mich bei jedem neuen Projekt wieder, dass es möglich ist, Inhalte so umzusetzen, dass die Spieler und Spielerinnen mit Spaß und Spannung verstehen, um was es bei dem betreffenden Thema geht. Ein weiteres Arbeitsfeld kam mit dem Trommeln hinzu – ursprünglich als Angebot einer besuchten Fortbildung. Abgesehen von der Faszination, die das Trommeln ausmacht, wurde auch sehr schnell deutlich, wie phantastisch dieses Medium geeignet ist, wenn um Gruppendynamik, Kommunikation oder Kreativitätsentwicklung geht. In meinen Augen ist das Trommeln eigentlich auch ein Spiel; auch hier gibt es Regeln, und das Einverständnis der Gruppe miteinander innerhalb dieser Regeln aktiv werden. Ein wesentlicher Unterschied ist allerdings, dass es unmöglich ist, dass ein Spieler beim gemeinsamen Musik-machen allein gewinnt.

Artikel von Till Meyer:

Online-Spiele:

Jenga, Kniffel, Mastermind, Schach, Vier gewinnt und Tangram. Mehr Spiele findest Du auf der Übersichts-Seite.
 
 

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