Alte Meister für neue Spiele

Der Name der Rose. Foto: Ravensburger

Die Grafik zu "Der Name der Rose" entstand wie viele berühmte Gemälde. Sie wurde in Öl gemalt. Verantwortlich dafür war der Würzburger Maler und Illustrator Volkan Baga. Im Interview berichtet er über die aufwändige Entstehungsgeschichte der Bilder.

Die Gestaltung des Covers und der Karten erinnert an ein Gemälde in einer großen Galerie. Ist das Zufall oder Absicht?
Ich habe mich von den alten Meistern inspirieren lassen, habe geschaut, wie dort die Porträts aussehen. Worauf wurde besonders geachtet? Wie war die Körperhaltung? Und so weiter. Um in die Atmosphäre einzutauchen, habe ich mir noch den Film und das Hörbuch zugelegt.

Sie malen mit Ölfarben, eine recht ungewöhnliche Technik bei der Gestaltung von Brettspielen. Warum?
Ich finde es wichtig, dass bei den Arbeiten ein ansprechendes Original entsteht. Der Realismus, in dem ich arbeite, hat absoluten Vorrang. Deshalb kam eine digitale Illustration für mich nie in Frage.

Wie gelangt das Gemalte ins Spiel und auf die Verpackung?
Alle Malereien, die auf einer großen Holzplatte entstanden, wurden digitalisiert und in den Größen skaliert. Da ich bei kleinen Bildern nicht so detailgetreu malen könnte, sind die Motive der Spielkarten im Original viel größer. Dem Spiel liegt damit eine Verbindung aus traditioneller und moderner Technik zu Grunde.

Was passiert mit den Original-Gemälden?
Die hängen bei mir an der Wand. Von Zeit zu Zeit verkaufe ich aber auch das ein oder andere.

Verleihen Sie nur Spielen Ihre Öl-Handschrift?
Nein, normalerweise entsteht einmal im Jahr ein Spiel, bei dem wirklich alles in Öl umgesetzt wurde. Gleichzeitig arbeite ich an einem Sammelkartenspiel. Für „Magic – The Gathering“ male ich mittels Ölfarben ständig neue Karten. Außerdem gestalte ich Buchcover und erledige freie Arbeiten für private Sammler.

Spielablauf:

In der Brettspiel-Umsetzung des Romanklassikers haben Franziskanermönch William von Baskerville und sein Schüler Adson von Melk ein Ziel: Sie wollen in einer Abtei den Übeltäter entlarven, der hinter einer Serie von mysteriösen Todesfällen steckt. Doch überall sind Vertuscher am Werk.

Jeder Spieler erhält geheim die Rolle eines dieser "frommen Spurenverwischer" zugelost. Jeder Mönch soll möglichst unauffällig auf dem Spielplan, der die unterschiedlichen Gebäude der Abtei darstellt, umherwandeln. Wie im Roman, der sieben Tage umfasst, dauert das Spiel sieben Runden. Die Spieler bewegen alle Figuren in der Abtei. Dabei müssen sie darauf achten, dass ihre eigene Figur unbescholten bleibt: Das bedeutet, sie sollte nur in Gebäuden der Abtei stehen, in denen eine Aufgabe zu verrichten ist. Die hohe Kunst der Verschleierung beherrscht am besten, wessen Mönch am wenigsten belastende Indizien – die auf einer entsprechenden Leiste gezogen werden – sammelt.

Am Ende kommt die Stunde der Wahrheit: Welcher Spieler hat welchen Mönch verkörpert? Es gewinnt der beste Spurenverwischer – also derjenige, der auf der Indizienleiste am weitesten hinten steht. Doch so einfach ist das gar nicht: Es genügt nicht, sich still zu verhalten; man muss gekonnt auch den Verdacht auf seine Mitspieler lenken.

Quelle: Pressemitteilung von Ravensburger

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