Alex-Medienpreis für Katrin Schade, Max Fiedler und Udo Bartsch

Illustration und Text: Dein Spiegel, SAZ. Montage: Sebastian Wenzel
Katrin Schade und Max Fiedler haben den Alex-Medienpreis 2013 gewonnen – mit ihrem Beitrag „Wie ein Spiel entsteht“. Text und Illustration erschienen in dem Kindermagazin „Dein Spiegel“ 3/2012. Udo Bartsch erhält einen Sonderpreis der Jury. Wir gratulieren allen Gewinnern und besonders Udo Bartsch. Der Alex-Medienpreis wird von der Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) vergeben und ist mit tausend Euro dotiert.

„Der Artikel ,Wie ein Spiel entsteht’ lässt gute Faktenrecherche erkennen und beschreibt kenntnisreich den nicht einfachen Weg von einer ersten Idee zu einem produzierten Spiel“, informiert die Jury. Preiswürdig wird das Ganze in den Augen der Jury dadurch, dass es sich nicht um einen geschriebenen Artikel im herkömmlichen Sinne handelt, sondern um eine Art Comic. In der Urteilsbegründung heißt es weiter: „Max Fiedler begleitet mit liebevollen Zeichnungen, die dem Hirn des Spieleautors entsprungene Idee auf ihrem Weg. Bildlich wird uns vor Augen geführt, was es heißt einen Prototypen zu basteln, der sich diversen Testrunden stellen muss, bevor er sich auf den Weg zu einem Verlag machen kann, verbunden mit der Hoffnung, dass die Idee Gnade vor den Augen der Redakteure findet, damit ein Verlag das Spiel produziert und in den Handel bringt.

Der Sprechblasentext bringt die notwendigen Fakten rüber, um zu verstehen, welch weiter Weg es ist. Dass es ein Weg sein kann, der oft in einer Sackgasse landet, dass sich aber trotzdem Hunderte von Spieleautoren nicht davon abhalten lassen, an ihre Idee zu glauben und dass sich am Ende, besonders in Deutschland, gute Ideen durchsetzen und jedes Jahr aufs Neue gute Spiele in den Handel kommen.

Der Comic vermittelt zu dem, dass sich jeder auf den Weg machen kann, ein Spiel zu erfinden. Es braucht neben Kreativität nur ein bisschen Mut. Er, und gerade dies macht seine Preiswürdigkeit aus, wendet sich in einer altersgemäßen Form an die vornehmlich jungen Leser von „Dein Spiegel“ und schafft es so in wunderbarer Weise das Anliegen der Spiele-Autoren-Zunft dem breiten Publikum zu vermitteln: Auch Spiele haben Autoren.“

Sonderpreis für Udo Bartsch

Erstmals seit 2009 hat die Alex-Jury dieses Jahr wieder einen Sonderpreis vergeben. Preisträger ist Udo Bartsch, der 2005 bereits eine lobende Erwähnung erhielt. Der Journalist und Blogger schreibt in einer Reihe von Tageszeitungen und Magazinen über Brettspiele und ist Mitglied der Jury „Spiel des Jahres“. Die Jury schreibt in ihrer Begründung: „Im Rahmen allgemeiner Medien ist sein Stil bewusst herkömmlich, versteht er sich dort doch eher als Werber in Sachen Brettspiel. In seinem Blog „Rezensionen für Millionen“ und Fachzeitschriften dagegen tobt er sich aus, da blüht seine Kreativität und sein trockener Humor auf hohem Niveau auf.

Schon fast eine eigene Textgattung hat Udo Bartsch mit seinen Spiele-Rezensionen in der Fachpresse geschaffen. Mit einer Stilsicherheit, die ihresgleichen sucht, navigiert Bartsch den Leser durch das Spielgeschehen, taucht dabei ganz in Atmosphäre und Thema des Spiels ein, und erledigt den notwendigen Erkenntnisgewinn wie nebenbei.

Exemplarisch hierfür vergibt die Alex-Jury den Sonderpreis 2013 an Udo Bartsch für seine Rezension „Und das Volk nannte es Spielreiz“ in der „Spielbox“ 1/2012.

In satirisch überspitzter Bibeltext-Manier wird hier das komplexe Aufbau-Spiel „Ora et Labora“ von Uwe Rosenberg präzise erläutert. Mit einer Mischung aus Lakonik und sakraler Schwelgerei schafft es Bartsch, den Leser lachen, staunen und begreifen zu lassen. Ein derart dichter, geschliffener und gleichzeitig leichtfüßiger Text, der einfach Spaß macht, ist im Genre der Spiele-Rezension eine Besonderheit mit Vorbildcharakter. Man muss nicht die Spielregeln erklären, noch trockener als die Spielregel selbst, und anschließend die ein oder andere Krittelei an Material oder Spielablauf dranhängen. Man darf, kann, soll aus dem Vollen schöpfen – Spielerezensenten: mehr Mut – auch in Publikumsmedien“

Die Preise werden am 1. Februar 2013 in Nürnberg im Rahmen der SAZ-Party überreicht.

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